Weiterfahrt über die Transalpina in die Walachei

Nach 2 Nächten hieß es auch von Sureanu Abschied zu nehmen. Es war eine wunderbare Zeit, die uns viel länger erschien als sie war. Am Morgen hat das kleine, sich im Aufbau befindliche, Dorf seinen ganz eigenen Charme von viel Natur und Ruhe. Die warmen Sonnenstrahlen tauchen das Haus und die Berge in ein warmes weiches Licht. Wir befürchten, dass für den Tourismus das wunderbare Stück in diesen Bergen aufgegeben wird und ein überfülltes und zugepflastertes Örtchen entsteht – behaltet euch eure Umwelt und urige und eigene Natur! Es wäre sehr schade, wenn ihr diese für schnell gemachtes Geld zerstört. Leider können wir in den Alpen ein Lied davon singen, wie das aussieht wenn dies passiert. 
Unser Tag wurde lange und wie bisher jeder Tag ereignisreich. Bereits auf dem Weg bis zum See machten wir noch Halt um am orthodoxen Kloster und zum Fotografieren des Sees zu halten.

Bei der Abzweigung zum Weiterweg auf der Transalpina trafen wir noch kurz unseren Vermieter, der auf dem Weg zur Cabana unterwegs war. Ein kurzer Plausch am Autofenster und weiter ging es auf eine gut 2-stündigen Fahrt durch die Karpaten auf der Transalpina in Richtung Süden. Langsam mit vielen Kehren fuhren wir erst durch bewaldetes Gebiet und später über der Baumgrenze konnten wir auch heute aufgrund des tollen Wetters den weiten Blick über die Berge hinweg genießen. 


Auf dem Weg nach unten kamen wir an einem weiteren Dorf vorbei, das sich aufgrund des nahegelegenen Skilifts im Aufbau befindet. Generell möchten wir erwähnen, dass die Transalpina erst seit Anfang der 2010 abschnittweise wieder renoviert wurde. Unterschiedliche Aussagen gibt es seit wann die Strecke vollständig geteert ist. Man kann jedoch erwähnen, dass aufgrund dieses Ausbaus auch der Massentourismus mit vielen Verkaufshütten an den Straßen entsteht und Unmengen Müll an den Parkbuchten liegen bleibt. Schade!

Wir fuhren weiter ins Tal und besuchten die Frauen-Höhle. Da wir noch Zeit hatten setzen wir uns in die Pizzeria am Gelände, die tatsächlich sehr gute Pizza macht, allerdings kam sie fast zu spät um noch die Führung mitmachen zu können. So bekam jeder ein Stück Pizza auf die Hand, der Rest wanderte ins Auto und los ging es mit der Führung. Nachdem wir schon in Deutschland und letztes Jahr in Rumänien einige Höhlen gesehen hatten, fehlte der Wow-Effekt ein wenig, dazu verstanden wir nichts, da die Führung nur in rumänischer Sprache angeboten wurde. Trotzdem war es wieder einmal faszinierend was die Natur in vielen Tausend Jahren alles erschaffen kann – ganz ohne den Menschen.


Der weitere Weg bis zur Unterkunft führte uns noch am Kloster Horezu vorbei. Das orthodoxe Kloster verbreitet Ruhe und Entspannung. In der Mitte steht diese kleine, reich verzierte Kirche. Es ist schade, dass wir auf unserer Reise nicht mehr Zeit haben, uns solchen Orten – aber auch z. B. auf der Transalpina – der Ruhe und Meditation zu widmen. 

Es wurde schon langsam Abend als wir uns endlich auf den Weg zu unserer neuen Unterkunft „Pension Ioana“ im Südosten von Râmnicu Vâlcea. Wir haben es extra ausgesucht, da es endlich das lang ersehnte Schwimmbad hatte, das sich die Kinder so gewünscht haben. Außerdem gibt es einen älteren Hund „Bobby“ und 3 – 4 Katzen (wobei nur 2 der Vermieterin gehören). So ist der restliche Abend gerettet. Ehe wir sehen konnten waren die Kinder im Wasser und bei den Tieren. So hatten wir die Zeit etwas auszupacken und die Reiseroute für den nächsten Tag zu überlegen.

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