Transfogarascher Hochstraße

2017 war Oliver bei seiner kleinen Rundfahrt durch Rumänien schon auf der Transfogarascher Hochstraße. Heute ging es für uns gemeinsam auf die Straße in die Wolken. Viele viele Kurven mussten wir auf dem Weg nach Oben überstehen um dann nicht nur diese wirklich verwundene Straße sondern auch den wunderbaren Lac Balea hinter dem die Gipfel der Karpaten unter der Sommersonne zu erleben. Einige wenige Wanderwege laden auf Touren ein – ist keine Tour für eine Wanderung gemeinsam mit Sven geeignet. Es ist zu steil, zu steinig und zu große Höhenunterschiede zwischen den Stein”stufen”.
Für Christina war dies ein ganz besonderer Ort, den sie gar nicht so einfach wieder verlassen wollte. Direkt am See war das Bedürfnis nach stundenlangem Sitzen in der Stille, direkt am Berghang wollte sie nur laufen. Es fühlte sich sehr magisch an. Der Wunsch zurück zu kehren und so wie einige Backpacker und Wanderer an diesem Ort zu übernachten, war groß. Dann kann man auch den vielen Flipflop-Sommerschühchen-Trägern entgehen, dann wenn es abends ruhig wird.
Nach einer Stärkung ging es dann weiter in Richtung Süden und der Burg Poenari. Der Weg dorthin war ähnlich reich an Serpentinen und zwar nicht nur runter bis ins Tal, auch um den dort gelegenen großen Stausee führten schlechte (aber geteerte) serpentinenreiche Straßen. (Hier ein Link zu einem BBC-Video, ab Minute 4,50 erhaltet ihr einen guten Überblick über die Strecke.)

Auf der Burg Poenari war Vlad Draculea tatsächlich um sich vor den Osmanen zu verstecken, im Gegensatz zur Burg Bran also wirklich historisches Gebiet. Vor der Burg hängen dann auch 2 “gepfählte” Puppen, ganz nach dem Vorbild von Vlad Draculea. Das besondere an der Burg ist der lange Aufgang für die Besucher: 1027 Stufen muss der Interessierte nach oben steigen. Wir hatten sehr viel Glück, da nur um 10 Uhr und um 15 Uhr die Tore sich zum Besuch öffnen. Wir erreichten den Ort gegen 14:30 Uhr (und wussten nicht, wie reduziert die Öffnungszeiten sind) und mussten nur recht kurz warten. Um 15 Uhr kamen 2 Polizisten: der eine ging vor, der andere als Letzte hinterher. Dazwischen befand sich die Meute an Touristen, die meisten Rumänen. Der Weg war anstrengend und spätestens beim Rückweg brannten die Oberschenkel. Die Burgruine selbst war nur sehr klein mit einem kleinen Wohnturm, daher war die Besichtigung bereits nach einer halben Stunde wieder vorbei. Interessant war es trotzdem – und der Ausblick war fabelhaft.
Der weitere lange Rückweg wurde uns dann mit einem einstündigen Stau nur ca. 15 km vor unserer Pension “versüßt”, wir waren trotzdem fast pünktlich zum wie immer sehr leckeren Abendessen zuhause.

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