Ostern 2019

Ostern ist, wenn die Blumen blühen, die Sonne strahlt und die Familie zusammenkommt um entspannt die Ostergeschenke in den unzähligen Verstecken im Garten zu suchen.

Ostern dieses Jahr war besonders. Nicht nur, weil wir Ostern seit sehr langer Zeit wieder zusammen mit Christinas Bruder Stefan feiern durften, sondern weil das größte Geschenk an diesem Osterfest zwar sehr weit weg – dafür ganz einfach zu finden war.

Dieses Jahr sind wir am Ostersamstag zu Walter in die Reha gefahren um ihn zu besuchen und seinen Geburtstag nachzufeiern und Ostern ein wenig vorzufeiern. Dabei war es sehr schön zu sehen, dass es Walter ausgezeichnet geht.

Nach einem Ausflug auf die Burg Waldeck mit bester Sicht auf den Edersee gab es dann in Bad Wildungen noch eine kleine Ostereisuche.

Kleines Schmankerl war das Motel Zündstoff das wir am Edersee gefunden haben – auch ohne Bikes eine urige Sache!

Am Ostersonntag gab es dann die eigentliche großer Ostergeschenkeversteckerei für Sven und Simon.

Die Steaks (kein Lamm, kein Hase!) wurden dann passend zum Frühlingswetter auf dem Grill zubereitet mit tollen Salaten serviert.

In dem Sinne: Allen noch gesegnete Ostern!

Frohe Ostern!

Maus-Türöffnertag

Wie schon in den letzten Jahren haben wir uns auch dieses Jahr sehr auf den Maus-Türöffnertag gefreut. Eine einmalig-tolle Möglichkeit in Betrieben hinter die Kulissen schauen zu dürfen. Interessanterweise ist das Angebot rund um München immer etwas bescheiden – deswegen hat es uns dieses Mal nach Berchtesgaden zu den Hutschn-Machern gezogen. 

Die Hutschn-Macher sind eine kleine aber feine Manufaktur für hochwertige handwerklich gefertigte Schaukeln aus Eichenholz. 

Da das Wetter an dem Tag nicht zu einer Bergtour einlud, sind wir vor dem Besuch bei den Hutschn-Machern noch schnell ins Salzbergwerk eingefahren und haben die erstaunliche Unterwelt von Bad Reichenhall bewundert. Sehr spannend.

Noch viel spannender war es dann bei den Hutschn-Machern in die Werkstatt zu schauen und beim spleissen der Leine zuzuschauen. Es roch so gut nach Holz! 

Natürlich konnte man die Schaukeln auch ausgiebig testen!

Zum Abschluss ging es noch in das Nationalparkzentrum Haus der Berge! Wow! Was für ein tolles Fest zum Jubiläum! Und was für eine tolle Ausstellung. Definitiv ein guter Tipp für einen weiteren Besuch in Berchtesgaden – eine Ecke der deutschen Alpen die wir gar nicht so gut kennen. Noch. 

Eine kurze Reise durch Rumänien

Der glückliche Umstand einer Dienstreise für Christina und mich nach Cluj/Rumänien die von Donnerstag bis zum Samstag dauerte und die ich bis Sonntag verlängern konnte, ermöglichte mir einen etwas genaueren Blick auf das Land unserer Near-Shore-Tochter zu werfen. Seit ca. 2 Jahren arbeite ich mit Kollegen aus Cluj im Projekt zusammen, letztes Jahr war ich einmal für 2 Tage in Cluj. Christina arbeitet auch mit den Kollegen aus Cluj zusammen, war aber noch nie dort. Jetzt konnten wir im Rahmen eines Firmen-Events dort zusammen ein paar Tage verbringen und ich wollte das Wochenende nutzen um auch einen Blick über die Stadtgrenze hinweg zu wagen. Christina wollte am Samstagabend wieder in Poing sein, ich durfte länger bleiben.

Donnerstag bis Samstagmittag waren wir zusammen in der Stadt unterwegs, teilweise zusammen, teilweise in getrennten Gruppen bei einer City-Ralley. Cluj ist sehr spannend! Viel Altes – sehr viel Neues! In Cluj war ich letztes Jahr schon. Schon damals war ich begeistert von der Stadt. Dieses Mal wollte ich unbedingt ins Umland um Menschen und Land besser kennenzulernen.

Mit Hilfe von Kollegen aus Rumänien habe ich mir dann eine ungefähre Route  zusammengestellt.

Die erste Hürde war die Anmietung des SUVs am Flughafen in Cluj. Liebe Sixt: Ich habe noch nie ein so abgeraztes Auto als Mietwagen erhalten wie hier in Cluj! An allen Ecken und Enden hatte der Ford Kuga Macken und Schäden! Unterwegs hat dann auch die Motorsteuerung zicken gemacht – zeitweise war es spannend ob ich es pünktlich zum Rückflug schaffe…

Meine ersten Vorurteile zu Rumänien waren schon früh in der Zusammenarbeit mit den Kollegen in Cluj gebrochen. Alle sprechen ordentlich bis sehr gut Deutsch und die Zusammenarbeit ist höflich-zurückhaltend und die Qualität meist gut. Insgesamt hatte ich bisher nur positive Erfahrungen mit und in Rumänien gemacht. Ich hatte also wenig Angst davor mich außerhalb von Cluj zu bewegen, die Hoffnung mit Deutsch und Englisch durchzukommen war hoch. Trotzdem hatte ich mir für meinen Zielpunkt am Samstag ein Hotel vorher reserviert – aber eher aus Unwissenheit wann ich in Hermannstadt ankomme.

Was wird mich erwarten, wenn ich nun die „Großstadt“ verlasse und auf das Land fahre? Man kennt die Bilder aus der Fernsehen und Internet. Alte Frauen mit Kopftuch, Pferdekutschen, marode Häuser, 2. Welt.

Ja, ich habe das alles gesehen. Aber noch viel mehr. Viel mehr schönes und begeisternd wertes! Alte Kultur, alte Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster. Alte Städte die über die letzten 75 Jahre nicht ihren Charakter durch Bomben, Wiederaufbau und (Plan-)Wirtschaft verloren haben.

Daher habe ich mich bei meinen Bilder auch auf das fokussiert:  Land, Kultur, Architektur.

Viele viele Bilder habe ich eben nur mit dem Herzen gemacht, eben weil ich genau „dieses“ Bild von Rumänien nicht liefern wollte, das üblicherweise gerne gezeigt wird.
Rumänien bzw. Siebenbürgen ist ein unglaubliches Land mit einer ganz anderen Landschaft. Sanfte Hügel die nun im September eher verdorrt wirken, Maisfelder die stehen bleiben dürfen bis der Mais wirklich trocken ist. Grasflächen auf denen wirklich Schafe, Ziegen, Kühe und Pferde stehen und sich direkt satt fressen dürfen. Menschen die sehr sorgfältig mit dem wenigen was sie haben umgehen. In großen Teilen hat mich die Landschaft, die Städte aber auch die Menschen ein wenig an das südliche Peru erinnert. Ein großer Unterschied zu Südamerika muss aber erwähnt werden: Relativ wenig Müll am Wegesrand. Im Vergleich mit Peru quasi gar keiner.

Sanft hügelig

Und natürlich die Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster!

Ich war in katholischen und evangelischen Kirchen – aber auch in orthodoxen Kirchen. Wow! Da steht in Hermannstdt eine evangelische Kirche mit tief-deutschen Wurzeln. Es sprechen nicht alle Rumänen im Siebenbürgenland deutsch – aber immer noch einige. Englisch ist gar kein Problem.

Meine kleine Route führte mich am Samstag von Cluj nach TurdaAlba Iulia und weiter nach Hermannstadt. Am Sonntag weiter über Transfăgărășan nach Schäßburg und zurück nach Cluj. Eine kleine Rundreise, ein kleiner Sprint.

In Turda hatte ich nur zufällig einen Stopp eingelegt – ich braucht angesichts von 30° Außentemperatur dringend etwas zu trinken. Also rein in den Laden etwas Wasser und Saft gekauft. Entgegen zum rückständigen Deutschland übrigens schnell und einfach mit der Wireless Payment Funktion meiner Kreditkarter quasi im Rausgehen bezahlt.

In Turda habe ich dann einen kleinen Bummel durch den Markt gemacht – um wieder ein Flaschback nach Peru zu bekommen. Auf den ersten Blick sieht so ein Markt rückständig und schmuddelig aus – aber der zweite Blick zeigen liebevolle Menschen die im Pläuschchen miteinander stehen und das tun was man hierzulande leider viel zu selten sieht: Miteinander reden und lachen. Kinder springen herum oder sitzen mit der Oma am Stand und spielen. Es herrscht viel Ruhe und Zufriedenheit.

Erst später habe ich dann gesehen, dass in Turda das tolle Salzbergwerk ist dessen Besuch sich sicher auch gelohnt hätte – aber ich wollte ja nach Hermannstadt.

On the road

Weiter auf dem Weg – ein Blick zur Seite und ich sehe eine (orthodoxe Kirche) auf einem Hügel. Blinker, raus. Ansehen. Wow!

Kloster Mănăstirea Dumbrava

Auf dem Weg lag noch Alba Iulia. Eine Empfehlung meines Ex-Kollegen. Eine gute Empfehlung: Die Burganlage steht auf römischen Mauern und hat später weitere Gebäude und Kirchen dazu bekommen. Alles ist in einem sehr guten Zustand und es gibt vieles zu sehen und zu entdecken. Die orthodoxe Kirche scheint ein Magnet für Hochzeitspaare zu sein – da ging es im 5-Minutentakt zur Trauung und der Garten wurde von den Paaren für die Hochzeitsfotos verwendet.

Kirchen: Ich gehe gerne in Kirchen und bestaune die Architektur und die künstlerische Ausarbeitungen. Ist der Schritt von einer nüchternen evangelischen Kirche zu einer katholischen Kirche in Deutschland schon fast von nüchterner Ästhetik hin zu einem überladenen Design, so begeistern die orthodoxen Kirchen durch eine noch farbigere Darstellung und Ausarbeitung! Es ist unglaublich mit welche Hingabe und Farbigkeit die Kirchen gestalten sind!

Hermanstadt ähnelt eher Cluj, eine wunderschöne Altstadt mit viel Stadt und Industrie drum herum. Für mich wirkt die Stadt noch etwas aufgeräumter als Cluj – allerdings auch „verwestlichter“. In der Fußgängerzone finden sich alle gängigen Modeläden wir in München in der Kaufinger.

Lügenbrücke

Direkt nach der Ankunft hat es mich in die Evangelische Stadtpfarrkirche gezogen – die deutschsprachigen Wurzeln von Siebenbürgen sind hier unverkennbar. Nach einem sehr beschwerlichen Aufstieg auf den Kirchturm wurde ich allerdings mit einem wunderbaren Ausblick über die Stadt bis in die Karpaten belohnt.

Es war am Abend leider fast nicht möglich etwas „normales“ zum Abendessen zu bekommen: Pizza scheint in Rumänien das neue Nationalgericht zu sein! Im Wiener Café gab es dann ein sehr leckeres Wiener Schnitzel. Immerhin!

Das Hotel Luxemburg war eine sehr gute Wahl – direkt an der Lügenbrücke, direkt in der Stadt. Ich bin bis Mitternacht unterwegs gewesen und habe den spätsommerlichen Flair genossen.

Etwas spontan bin ich dann am Sonntag von Hermannstadt auf den Transfăgărășan-Pass gefahren. Ich hatte vorher in Google Maps das ausgerechnet und für mich definiert: Wird schon passen! 😉 Die Auffahrt auf den Pass war schon abenteuerlich und die Aussicht auf die Berge machen Lust auf eine 2-3 Tage Tour Bergwandern. Der Wind pfiff allerdings so sehr, dass ich teilweise mich zum fotografieren hinknien musste. Zu gerne wäre ich noch durch den Tunnel auf die andere Seite gefahren – aber die Zeit war knapp!

Der Rückweg nach Schäßburg war jetzt eher ein Galopp damit ich in Schäßburg plus die vielen kleinen Stopps zum fotografieren noch Zeit übrig blieb. Eine 200km fahrt in Rumänien ist eben nicht vergleichbar mit einer 200km Überlandfahrt in Deutschland (vor allem nicht, wenn man NICHT „Autobahn“ fahren möchte und Google Maps einem den Weg weist!). So war mir am Ende dann irgendwie klar, warum der Mitwagen von Sixt so aussah wie er aussah. Die eine oder andere offizielle Straße in Rumänien hätte bei uns eher das Niveau Feldweg und wäre selbst von Google Maps nicht in die Navigation einbezogen worden…

This way….

Schäßburg – angeblich die Geburtsstadt von Vlad Drakula – ist ein kleines beschäuliches Mittelalterstädtchen mit einem deutschen Friedhof auf dem Berg. Die Bergkirche lädt zum verweilen ein und der überdachte Aufgang von der Stadt zum deutschen Gymnasium ist eine Publikumsattraktion – es gibt es auch einen alternativen, ruhigeren Weg… 😉

Schulbergpanorama

Der Aufstieg auf den Uhrturm ist anstregend – die Aussicht aber wirklich schön. Belustigt hat mich neben den üblichen Schildern “Bukaresti 221km diese Richtung” folgendes kleine Schild das auf Heilbronn am Neckar hingewiesen hat.

Heilbronn: 1600km

Weiter ging der Weg über kleine Straßen in Richtung Târgu Mureș – um kurz vor der Stadt in Richtung Cluj abzubiegen. Die Zeit war mir ausgegangen bzw. meine Risikofreudigkeit hatte nachgelassen. Lieber mit einem sicheren Puffer am Flughafen in Cluj ankommen. Es konnte ja keiner ahnen, dass der Rückflug von Cluj nach München dann noch eine dramatische Verspätung bekommen hat – aber das ist eine andere Geschichte.

Auf dem Weg habe ich noch vieles gesehen und erlebt. Schafherden auf der Straße, die obligatorischen Pferdekarren, alte Brunnen und mitten im Nirgendwo auf einem Hügel ein Grab. Es gäbe noch tausend Geschichten zu entdecken.

Ich hatte mir in Cluj schon schwer getan die alten Frauen die Blumen auf der Straße verkaufen zu fotografieren. Mir geht es da ähnlich wie Stefan Senf vom Motivprogram in New York: Mein persönlicher Anstand verbietet es mir solche Bilder zu „stehlen“. Und es hätte sehr sehr viele solcher Motive auf meiner Strecke gegeben. Viele viele Bilder habe ich eben nur mit dem Herzen gemacht, eben weil ich genau „dieses“ Bild von Rumänien nicht liefern wollte.

Insgesamt hat die kleine Rundreise Lust auf eine weitere Reise nach/durch Rumänien gemacht! Als Familienurlaub ist das sicherlich etwas schwieriger, Spielplätze oder Kinderattraktionen sind eher weniger oft vorhanden.

Ich habe jetzt keinen Vergleich über die Entwicklung der letzten Jahre – ich habe nur die Autobahnbaustellen gesehen die sich durch das Land schneiden. Daher vermute ich mal, dass sich der aktuelle Flair in den nächsten Jahren deutlich verändern wird. Wer also mit dem Gedanken spielt nochmals eine längere Tour durch Rumänien zu planen, der sollte das eher zeitnaher machen. Bevor der Wandel auch die Dörfer erreicht hat.

Feinstaub(alarm)

Im Winter war er in aller Munde – jedenfalls in Süddeutschland: Der Feinstaub.

In München, aber vor allem Stuttgart ging er durch die Presse und war sehr präsent.
Die eher flache Lage von München und der stetige Wind reduziert die Belastung idR recht zügig. Trotzdem diskutiert München den Verbot von Dieselfahrzeugen in der Innenstadt. In Stuttgart, wo die Luft im Talkessel gerne mal so richtig steht ist es noch extremer. Hier war der Feinstaubalarm auch auf der A81&A8 zu spüren – Warnanzeigen und Tempolimit!
Es sind aber nicht nur die (Diesel-)Fahrzeuge sondern auch Flugzeuge, Heizanlagen, Kachel- & Kaminofen und die Landwirtschaft die Feinstaub “erzeugen”.
Eigentlich haben wir uns darüber nie den Kopf zerbrochen. Okay – bei unseren Besuchen in Stuttgart sind wir bei Feinstaubalarm schon mit einem etwas komischen Gefühl auf der Autobahn um die Stadt gefahren. Aber sonst?

Dann ist Oliver über ein DIY (Do it yourself) Projekt für einen Feinstaubsensor gestolpert. Für weniger als 50 EUR kann sich so ziemlich jeder einen eigenen Feinstaubsensor basteln. Ein Microcontroller, zwei Sensoren, etwas Kabel und ein passendes Gehäuse aus dem Baumarkt. Dazu ein wenig Software und fertig. Jeder der sich zutraut den Bauplan und die Anleitung einfach 1:1 nachzumachen bekommt das hin.

Feinstaubsensor. Bild (c) luftdaten.info
Feinstaubsensor. Bild (c) luftdaten.info

Seit ein paar Tagen hängt nun unser eigener Feinstaubsensor unterm Dach, der kleine Schnorchel ragt unter der Dachrinne nach außen – es muss ja nicht ganz so auffällig sein wie die original Bauanleitung.

Die Weiterleitung der Daten via WLAN und Internet an das Projekt ist automatisch in der Lösung enthalten, für eine eigene grafische Auswertung musste ich dann noch etwas IT-Voodoo betrieben. Jetzt haben wir alle 15 Minuten einen Datenabzug und können das selbst in Excel auswerten.

Feinstaubsensoren in/um München
Feinstaubsensoren in/um München

Was bringt das jetzt?
Eigentlich nichts. Wir leben in Poing abseits von München, eher ländlich und immer mit viel Wind. Alles gut hier.

Detailinformationen Feinstaubsensor
Detailinformationen Feinstaubsensor

Wirklich?
Wir wohnen in der Ausflugsschneise des Flughafen München – von 6 bis 24 Uhr düsen in ca. 1.000 Höhenmetern die Jets über unseren Kopf. Die Eisenbahnlinie München->Wasserburg/Burghausen mit viel Güterverkehr geht direkt durchs Dorf und die Autobahnen A99 und A94 sind auch nicht weit (und je nach Wind auch zu hören). Dazu kommen viele Eigenheime mit Bollerofen und – weil ländlich – eben auch Ackerland direkt vor der Haustüre.

1. Feinstaubsensor in Poing
1. Feinstaubsensor in Poing

Wir haben Feinstaub! Und zwar basierend auf dem Netz der DIY-Sensoren sogar mehr als in München. Ein Wert von 20 bsi 25 µg/m³ ist keine Seltenheit – da hört der “grüne Bereich” so langsam auf. Unsere Langzeitauswertung läuft nun seit ca. 14 Tagen, auffällig sind hohe Feinstaubkonzentrationen in den Morgenstunden – der “einfache” Sensor scheint ein Problem mit Morgennebel/Hoher Luftfeuchtigkeit zu haben. Das muss irgendwie nochmals rausgerechnet werden.

Langzeitauswertung Feinstaub in Poing
Langzeitauswertung Feinstaub in Poing

Können wir was tun? Nein – direkt nicht. Indirekt schon. Jetzt machen wir das zuerst mal transparent und versuchen Rückschlüsse aus den Daten zu gewinnen. Aber auch wir denken über Alternativen in unseren Handlungen nach.

Was noch fehlt ist ein Alarm-System wenn der Feinstaub einen Grenzwert erreicht hat. Auch hier kann ein wenig IT-Voodoo helfen, wir arbeiten daran.

Übernachtungsparty

Lange im Voraus bereits freute sich Simon auf seine Übernachtungs-Geburtstagsparty. In den letzten Stunden vorher war Simons Aufregung kaum mehr zu stoppen. Endlich um 16:30 Uhr klingelte es an der Türe und die Kids schneiten mit ihren Taschen und ihrem Bettzeug ins Haus. Sofort verschwanden sie im Schlafzimmer, Decken wurden verteilt und Schlafplätze vergeben. Ein lautes Gegacker und Geschrei gab uns bereits nach 15 Minuten das Gefühl es seien Stunden vergangen.

Nach der ersten Stärkung mit Kuchen öffnete Simon seine Geschenke. Die Kapla-Steine wurden sogleich zum Spielzeug, Christina stellte noch die Dominosteine hinzu und jeder fand schnell seinen Spaß mit den einen oder anderen Holzsteinen. Ein weiteres Spiel folgte, danach waren die Kinder so aufgeladen, dass sie dringend raus wollten. Für uns war dies der perfekte Zeitrahmen um das Abendessen (es gab Wraps) fertig vorzubereiten. Überraschenderweise zogen sich alle Kinder nach dem Eintreffen im Haus nicht nur aus, sondern gleich ihren Schlafanzug an (es war kurz vor 19Uhr).

Interessant war beim anschließenden Essen zuzusehen wie jeder eine andere Technik und Strategie entwickelte Wraps zu essen, was man anschließend auch an dessen/deren Essplatz feststellen konnte.

Die Zeit verging sooo schnell, dass wir gar nicht alle anfangs geplanten Spiele spielen konnten. Ihren Spaß hatten sie dennoch an jeder Stelle beim Pantomime-Spiel, Wettfahrten mit dem ferngesteuerten Auto und weiteren Kapla-Bauten. Ein rundum schöner Abend fand gegen 21 Uhr sein Ende als alle Kids langsam ihre Ruhe fanden. Zwar dauerte es  noch eine Weile bis sie tatsächlich schliefen, trotzdem waren wir sehr zufrieden mit dem Verlauf.

Der nächste Tag begann schon um 6:15 Uhr – das Haus war mittels kurzer Zeit wieder wach, fit und laut. Die Vorbereitungen für das Frühstück verliefen schnell, die Kids zogen sich an, räumten auf und aßen als hätten sich am Vorabend kein Abendessen erhalten.

Rundum haben wir uns gefreut über die Party (auch wenn sie anstrengend war). Alle haben sich gut verstanden, ganz ohne Streit und Gezanke haben sie mit viel Spaß zusammen gespielt, getanzt, gebaut und gegessen.

Danke euch allen!

Ökologie und Familie – wie finden wir unseren richtigen Weg?

Vor kurzem trafen wir Bekannte beim Einkaufen im Edeka. So wie auch andere kauft er dort nur noch die Sachen, die er nicht im nahe gelegenen Zehmerhof (Hofladen in Gelting) kaufen kann. Die Waren dort sind lokal produziert, der Laden ist erst kürzlich vergrößert worden. Da standen wir nun mit unserem vollen Einkaufswagen und ich fühlte mich auf einmal schlecht. Ich musste nachdenken, denn wir gehen schließlich auch unseren Weg mit vielen Abwägungen der ökologischen Sinnhaftigkeit.

So gehen wir nur lokal zu den Supermärkten, lassen Kaufland & HIT bewusst links liegen, genießen den Bummel durch unsere gut sortierten Läden Edeka & Tengelmann, die sehr viele qualitative hochwertige (Bio-)produkte im Regal haben. Wir wägen ab, was wir einkaufen, fokussieren uns z. B. bei Milchprodukten auf das “Berchtesgadner Land“, kaufen Getränke ausschließlich in Glasflaschen, vermeiden Produkte, die viel Verpackung haben (auch wenn wir noch so viel Lust darauf hätten). Ein Fokus liegt aktuell auf den Verzicht von Produkten mit Palmöl. Es ist schwierig, diese Zutat zu vermeiden. Bei Kosmetika laufen wir nur noch mit der Codecheck-App rum, um Mikroplastik, Palmöl und krebserregende Stoffe zu meiden. Die Wurst holen wir meist (leider nicht immer) beim lokalen Metzger, dazu haben wir mehrmals beim Burgharthof in Ottersberg unser Fleisch bestellt. Heute ist erstmals von KaufNeKuh unser Fleischpaket geliefert worden, auf den dazugehörenden Post in Facebook bekam ich den Kommentar einer Bekannten: “So viel Plastik, dazu die hohen Fahrtkosten. Kauft lokal, z. B. beim Tagwerk in Markt Schwaben”! Da war sie wieder die Stimme, die mich ermahnt nachzujustieren, nachzudenken.

Ökologisches Bewusstsein tut weh, nervt manchmal. Wie viel ist machbar? Wo bin ich und  sind wir auf einem für uns guten Weg? Es gibt nicht die perfekte Lösung und sich damit zufrieden zu stellen, fällt vor allem mir schwer.

Der Anlass für den Artikel war ja unsere KaufNeKuh-Aktion. Die Bilder hierzu möchte ich nicht vorenthalten.

Frohe Weihnachten 2016!

Liebe Leser,
liebe Freunde,
liebe Familie,

der heilige Abend ist vorüber, die Konsumschlacht ist geschlagen. Es bleibt (endlich) die Entspannung und das enge Gefühl am Gürtel.

Dieses Jahr war Weihnachten für uns ein wenig anders. Da gab es einen Trauerfall in der Vorweihnachtszeit, Christina bereitet sich auf einen Jobwechsel vor, Oli hat ein neues und sehr großes Projekt bekommen und wir haben nicht bei Oma&Opa in Karlstadt, sondern bei uns Zuhause in Poing gefeiert. Das erste Mal mit eigener Krippe, das erste Mal mit einem lebenden Baum. Anstelle Konsumwut treten Geschenke mit Mehrwert und ein paar Spenden an Organisationen, die damit etwas Wertvolles bewegen können.

Uns geht es gut, sehr gut. Anderen nicht. Egal ob vertrieben, verarmt oder erkrankt – diese Menschen brauchen ein Licht, Wärme und den einen oder anderen Euro.

Trotzdem gab es bei uns Geschenke – weil Weihnachten ohne Geschenke für Kinder kein Weihnachten wäre. Umso überraschender kann es sein, wie sich Simon über eine Edwin Strauss Hose und Tischtennis-Schläger gefreut hat und Sven über neues Kochgeschirr und seine Lego-kompatible-Murmelbahn. Es sind also auch die kleineren Dinge, die für Kinder den Zauber von Weihnachten in den Kinderaugen funkeln lässt.

Wir wünschen euch entspannte Tage und einen guten Rutsch nach 2017! Man sieht sich!