Männerurlaub

Relativ spontan haben wir Landgraf-Männer beschlossen ein paar Tage zusammen Urlaub zu machen. Die Herbstferien haben sich dazu wunderbar angeboten. 

Der bayrische Wald liegt von uns aus günstig, nicht zu weit weg und wenn das Wetter mitspielt wunderbar viele gute Gelegenheit zusammen mit den Kindern etwas zu erleben.

Wir waren schon ein paar Mal im bayrischen Wald, kennen also schon einiges – aber der letzte Besuch mit Simon und Sven ist schon 4,5 Jahre her. Sven war noch wirklich klein und auch Simon kann sich nicht mehr an alles erinnern.

Die klassischen Ziele sind wohl der Baumwipfelpfad, Glasbläser und einer der drei Gipfel Lusen, Rachel und Arber. 

Wir haben unsere Tour in dem Schloss Egg gestartet. Das Schloss Egg in dem auch Bibi Blocksberg gedreht wurde. Zauberhafte Mittelalterkulisse.

Dann weiter auf den Baumwipfelpfad um von dort die sonnige Aussicht zu genießen.

Später angekommen in unserer Pension in Spiegelau haben wir dann noch zusammen eine große Pizza verdrückt.

Immer wieder gerne dabei auch ein Ausflug ins Silberbergwerk am Silberberg und ins Haus der Wildnis. Den Tagesabschluss gab es dann auf dem wunderbaren Waldspielplatz in Spiegelau.

Auch der zweite Abend durfte mit einer leckeren Pizza abgeschlossen werden. So sind halt Papa-Ferien.

Pizza-Reste schmecken auch am nächsten Tag noch gut…!

Am dritten Tag haben wir „unseren“ Glasbläser Kock besucht, ein obligatorischer Besuch. Seit 2007 kommen wir nun jedes Mal, wenn wir im bayrischen Wald sind hier vorbei. 

Der Höhepunkt des letzten Tages war der großer Arber. Mit der Gondel sind wir auf den Gipfel – und dort war es reichlich ungemütlich. Der Wind pfiff und es war kalt. Also doch wieder schnell runter und ab zum Arbersee um dort im Gasthaus eine Stärkung zu uns zu nehmen. Den Verdauungsspaziergang haben wir dann bei der Waldmurmelbahn beendet.

Eigentlich ist der bayrische Wald fast schöner als die Münchner Hausberge. Weniger Touristen und moderatere Preise. Allerdings ist die Anfahrt sogar für uns a Stückerl länger 

Der bayrische Wald sieht uns bestimmt mal wieder – aber nur bei besserem Wetter! 

Ausflug in die Berge

Eine Woche waren Oma und Opa zu Besuch und unterstützen uns sehr, sehr gut in dieser für Oli und Christina sehr Ereignisreichen und Arbeitsreichen ersten Schulwoche, da für beide viele Termine anstanden.

Am Samstagnachmittag war es dann soweit, wir mussten uns von ihnen verabschieden. Und nicht nur das, sondern auch noch von unserem Sven, denn er machte sich auf zu einer Woche Urlaub bei Oma und Opa.

So erhielten Simon, Oliver und Christina die Möglichkeit, am Sonntag einen gemeinsamen Ausflug in die Berge zu machen. Der Berg sollte anspruchsvoll, aber nicht zu sehr sein. Machbar für alle!

So entschieden wir uns für den Roß- und Buchstein. Dieser Berg ist wohl in vielen Wanderführern enthalten und daher extrem beliebt. Der Parkplatz war um ca. 10 Uhr überfüllt, der Weg mit vielen Stufen war voll mit weiteren Wanderern. Das ganze Menschengetummeln taugt uns beim Wandern ja so gar nicht… Der Weg ist relativ neu repariert bzw. an Stellen neu ausgebaut. Ein Dank an dieser Stelle an die vielen – oft ehrenamtlichen – Helfer, die die Wanderwege in Schuss halten. Nach gut einer Stunde gelangten wir zur Sonnenbergalm, machten kurz Rast auf der Wiese und liefen weiter. Beim Blick nach oben stellten wir fest, dass die Masse an Menschen gerade versucht den kleinen Klettersteig wie an einer Perle aufgereiht nach oben zu schreiten. Nicht der Steig ließ Christina erschaudern, sondern die Tatsache mit so vielen Menschen da gleichzeitig den Gipfel zu besteigen und alles völlig überfüllt vorzufinden. Nach kurzem Blick auf die Karte entschieden wir uns für die leichtere und wenig benutzte Strecke über die Nordseite hoch zu steigen. Doch dann kam uns die Roßstein-Alm ins Blickfeld und unsere Pläne änderten sich schlagartig: Ab den kurzen Weg nach unten und dort in Ruhe mit nur wenigen Touristen Pause machen. Bei sehr freundlicher Bedienung inmitten einiger Gäste genossen wir unseren Kuchen. Hervorragend. Der Wunsch nach oben zu steigen viel hinten runter, dafür legten wir einen wenig längeren Weg ein bis wir an der Röhrmosalm ankamen und den letzten Abstieg entlang eines Baches gingen.

Im Tal angelangt kühlten Christina und Simon ihre Füße im kalten Bachbett ab bevor wir beim Feuerwehrfest in Bad Tölz vorbei schauten. Nach einem letzten Stop bei Freunden fuhren wir müde nach Hause.

Maus-Türöffnertag

Wie schon in den letzten Jahren haben wir uns auch dieses Jahr sehr auf den Maus-Türöffnertag gefreut. Eine einmalig-tolle Möglichkeit in Betrieben hinter die Kulissen schauen zu dürfen. Interessanterweise ist das Angebot rund um München immer etwas bescheiden – deswegen hat es uns dieses Mal nach Berchtesgaden zu den Hutschn-Machern gezogen. 

Die Hutschn-Macher sind eine kleine aber feine Manufaktur für hochwertige handwerklich gefertigte Schaukeln aus Eichenholz. 

Da das Wetter an dem Tag nicht zu einer Bergtour einlud, sind wir vor dem Besuch bei den Hutschn-Machern noch schnell ins Salzbergwerk eingefahren und haben die erstaunliche Unterwelt von Bad Reichenhall bewundert. Sehr spannend.

Noch viel spannender war es dann bei den Hutschn-Machern in die Werkstatt zu schauen und beim spleissen der Leine zuzuschauen. Es roch so gut nach Holz! 

Natürlich konnte man die Schaukeln auch ausgiebig testen!

Zum Abschluss ging es noch in das Nationalparkzentrum Haus der Berge! Wow! Was für ein tolles Fest zum Jubiläum! Und was für eine tolle Ausstellung. Definitiv ein guter Tipp für einen weiteren Besuch in Berchtesgaden – eine Ecke der deutschen Alpen die wir gar nicht so gut kennen. Noch. 

Eine kurze Reise durch Rumänien

Der glückliche Umstand einer Dienstreise für Christina und mich nach Cluj/Rumänien die von Donnerstag bis zum Samstag dauerte und die ich bis Sonntag verlängern konnte, ermöglichte mir einen etwas genaueren Blick auf das Land unserer Near-Shore-Tochter zu werfen. Seit ca. 2 Jahren arbeite ich mit Kollegen aus Cluj im Projekt zusammen, letztes Jahr war ich einmal für 2 Tage in Cluj. Christina arbeitet auch mit den Kollegen aus Cluj zusammen, war aber noch nie dort. Jetzt konnten wir im Rahmen eines Firmen-Events dort zusammen ein paar Tage verbringen und ich wollte das Wochenende nutzen um auch einen Blick über die Stadtgrenze hinweg zu wagen. Christina wollte am Samstagabend wieder in Poing sein, ich durfte länger bleiben.

Donnerstag bis Samstagmittag waren wir zusammen in der Stadt unterwegs, teilweise zusammen, teilweise in getrennten Gruppen bei einer City-Ralley. Cluj ist sehr spannend! Viel Altes – sehr viel Neues! In Cluj war ich letztes Jahr schon. Schon damals war ich begeistert von der Stadt. Dieses Mal wollte ich unbedingt ins Umland um Menschen und Land besser kennenzulernen.

Mit Hilfe von Kollegen aus Rumänien habe ich mir dann eine ungefähre Route  zusammengestellt.

Die erste Hürde war die Anmietung des SUVs am Flughafen in Cluj. Liebe Sixt: Ich habe noch nie ein so abgeraztes Auto als Mietwagen erhalten wie hier in Cluj! An allen Ecken und Enden hatte der Ford Kuga Macken und Schäden! Unterwegs hat dann auch die Motorsteuerung zicken gemacht – zeitweise war es spannend ob ich es pünktlich zum Rückflug schaffe…

Meine ersten Vorurteile zu Rumänien waren schon früh in der Zusammenarbeit mit den Kollegen in Cluj gebrochen. Alle sprechen ordentlich bis sehr gut Deutsch und die Zusammenarbeit ist höflich-zurückhaltend und die Qualität meist gut. Insgesamt hatte ich bisher nur positive Erfahrungen mit und in Rumänien gemacht. Ich hatte also wenig Angst davor mich außerhalb von Cluj zu bewegen, die Hoffnung mit Deutsch und Englisch durchzukommen war hoch. Trotzdem hatte ich mir für meinen Zielpunkt am Samstag ein Hotel vorher reserviert – aber eher aus Unwissenheit wann ich in Hermannstadt ankomme.

Was wird mich erwarten, wenn ich nun die „Großstadt“ verlasse und auf das Land fahre? Man kennt die Bilder aus der Fernsehen und Internet. Alte Frauen mit Kopftuch, Pferdekutschen, marode Häuser, 2. Welt.

Ja, ich habe das alles gesehen. Aber noch viel mehr. Viel mehr schönes und begeisternd wertes! Alte Kultur, alte Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster. Alte Städte die über die letzten 75 Jahre nicht ihren Charakter durch Bomben, Wiederaufbau und (Plan-)Wirtschaft verloren haben.

Daher habe ich mich bei meinen Bilder auch auf das fokussiert:  Land, Kultur, Architektur.

Viele viele Bilder habe ich eben nur mit dem Herzen gemacht, eben weil ich genau „dieses“ Bild von Rumänien nicht liefern wollte, das üblicherweise gerne gezeigt wird.
Rumänien bzw. Siebenbürgen ist ein unglaubliches Land mit einer ganz anderen Landschaft. Sanfte Hügel die nun im September eher verdorrt wirken, Maisfelder die stehen bleiben dürfen bis der Mais wirklich trocken ist. Grasflächen auf denen wirklich Schafe, Ziegen, Kühe und Pferde stehen und sich direkt satt fressen dürfen. Menschen die sehr sorgfältig mit dem wenigen was sie haben umgehen. In großen Teilen hat mich die Landschaft, die Städte aber auch die Menschen ein wenig an das südliche Peru erinnert. Ein großer Unterschied zu Südamerika muss aber erwähnt werden: Relativ wenig Müll am Wegesrand. Im Vergleich mit Peru quasi gar keiner.

Sanft hügelig

Und natürlich die Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster!

Ich war in katholischen und evangelischen Kirchen – aber auch in orthodoxen Kirchen. Wow! Da steht in Hermannstdt eine evangelische Kirche mit tief-deutschen Wurzeln. Es sprechen nicht alle Rumänen im Siebenbürgenland deutsch – aber immer noch einige. Englisch ist gar kein Problem.

Meine kleine Route führte mich am Samstag von Cluj nach TurdaAlba Iulia und weiter nach Hermannstadt. Am Sonntag weiter über Transfăgărășan nach Schäßburg und zurück nach Cluj. Eine kleine Rundreise, ein kleiner Sprint.

In Turda hatte ich nur zufällig einen Stopp eingelegt – ich braucht angesichts von 30° Außentemperatur dringend etwas zu trinken. Also rein in den Laden etwas Wasser und Saft gekauft. Entgegen zum rückständigen Deutschland übrigens schnell und einfach mit der Wireless Payment Funktion meiner Kreditkarter quasi im Rausgehen bezahlt.

In Turda habe ich dann einen kleinen Bummel durch den Markt gemacht – um wieder ein Flaschback nach Peru zu bekommen. Auf den ersten Blick sieht so ein Markt rückständig und schmuddelig aus – aber der zweite Blick zeigen liebevolle Menschen die im Pläuschchen miteinander stehen und das tun was man hierzulande leider viel zu selten sieht: Miteinander reden und lachen. Kinder springen herum oder sitzen mit der Oma am Stand und spielen. Es herrscht viel Ruhe und Zufriedenheit.

Erst später habe ich dann gesehen, dass in Turda das tolle Salzbergwerk ist dessen Besuch sich sicher auch gelohnt hätte – aber ich wollte ja nach Hermannstadt.

On the road

Weiter auf dem Weg – ein Blick zur Seite und ich sehe eine (orthodoxe Kirche) auf einem Hügel. Blinker, raus. Ansehen. Wow!

Kloster Mănăstirea Dumbrava

Auf dem Weg lag noch Alba Iulia. Eine Empfehlung meines Ex-Kollegen. Eine gute Empfehlung: Die Burganlage steht auf römischen Mauern und hat später weitere Gebäude und Kirchen dazu bekommen. Alles ist in einem sehr guten Zustand und es gibt vieles zu sehen und zu entdecken. Die orthodoxe Kirche scheint ein Magnet für Hochzeitspaare zu sein – da ging es im 5-Minutentakt zur Trauung und der Garten wurde von den Paaren für die Hochzeitsfotos verwendet.

Kirchen: Ich gehe gerne in Kirchen und bestaune die Architektur und die künstlerische Ausarbeitungen. Ist der Schritt von einer nüchternen evangelischen Kirche zu einer katholischen Kirche in Deutschland schon fast von nüchterner Ästhetik hin zu einem überladenen Design, so begeistern die orthodoxen Kirchen durch eine noch farbigere Darstellung und Ausarbeitung! Es ist unglaublich mit welche Hingabe und Farbigkeit die Kirchen gestalten sind!

Hermanstadt ähnelt eher Cluj, eine wunderschöne Altstadt mit viel Stadt und Industrie drum herum. Für mich wirkt die Stadt noch etwas aufgeräumter als Cluj – allerdings auch „verwestlichter“. In der Fußgängerzone finden sich alle gängigen Modeläden wir in München in der Kaufinger.

Lügenbrücke

Direkt nach der Ankunft hat es mich in die Evangelische Stadtpfarrkirche gezogen – die deutschsprachigen Wurzeln von Siebenbürgen sind hier unverkennbar. Nach einem sehr beschwerlichen Aufstieg auf den Kirchturm wurde ich allerdings mit einem wunderbaren Ausblick über die Stadt bis in die Karpaten belohnt.

Es war am Abend leider fast nicht möglich etwas „normales“ zum Abendessen zu bekommen: Pizza scheint in Rumänien das neue Nationalgericht zu sein! Im Wiener Café gab es dann ein sehr leckeres Wiener Schnitzel. Immerhin!

Das Hotel Luxemburg war eine sehr gute Wahl – direkt an der Lügenbrücke, direkt in der Stadt. Ich bin bis Mitternacht unterwegs gewesen und habe den spätsommerlichen Flair genossen.

Etwas spontan bin ich dann am Sonntag von Hermannstadt auf den Transfăgărășan-Pass gefahren. Ich hatte vorher in Google Maps das ausgerechnet und für mich definiert: Wird schon passen! 😉 Die Auffahrt auf den Pass war schon abenteuerlich und die Aussicht auf die Berge machen Lust auf eine 2-3 Tage Tour Bergwandern. Der Wind pfiff allerdings so sehr, dass ich teilweise mich zum fotografieren hinknien musste. Zu gerne wäre ich noch durch den Tunnel auf die andere Seite gefahren – aber die Zeit war knapp!

Der Rückweg nach Schäßburg war jetzt eher ein Galopp damit ich in Schäßburg plus die vielen kleinen Stopps zum fotografieren noch Zeit übrig blieb. Eine 200km fahrt in Rumänien ist eben nicht vergleichbar mit einer 200km Überlandfahrt in Deutschland (vor allem nicht, wenn man NICHT „Autobahn“ fahren möchte und Google Maps einem den Weg weist!). So war mir am Ende dann irgendwie klar, warum der Mitwagen von Sixt so aussah wie er aussah. Die eine oder andere offizielle Straße in Rumänien hätte bei uns eher das Niveau Feldweg und wäre selbst von Google Maps nicht in die Navigation einbezogen worden…

This way….

Schäßburg – angeblich die Geburtsstadt von Vlad Drakula – ist ein kleines beschäuliches Mittelalterstädtchen mit einem deutschen Friedhof auf dem Berg. Die Bergkirche lädt zum verweilen ein und der überdachte Aufgang von der Stadt zum deutschen Gymnasium ist eine Publikumsattraktion – es gibt es auch einen alternativen, ruhigeren Weg… 😉

Schulbergpanorama

Der Aufstieg auf den Uhrturm ist anstregend – die Aussicht aber wirklich schön. Belustigt hat mich neben den üblichen Schildern “Bukaresti 221km diese Richtung” folgendes kleine Schild das auf Heilbronn am Neckar hingewiesen hat.

Heilbronn: 1600km

Weiter ging der Weg über kleine Straßen in Richtung Târgu Mureș – um kurz vor der Stadt in Richtung Cluj abzubiegen. Die Zeit war mir ausgegangen bzw. meine Risikofreudigkeit hatte nachgelassen. Lieber mit einem sicheren Puffer am Flughafen in Cluj ankommen. Es konnte ja keiner ahnen, dass der Rückflug von Cluj nach München dann noch eine dramatische Verspätung bekommen hat – aber das ist eine andere Geschichte.

Auf dem Weg habe ich noch vieles gesehen und erlebt. Schafherden auf der Straße, die obligatorischen Pferdekarren, alte Brunnen und mitten im Nirgendwo auf einem Hügel ein Grab. Es gäbe noch tausend Geschichten zu entdecken.

Ich hatte mir in Cluj schon schwer getan die alten Frauen die Blumen auf der Straße verkaufen zu fotografieren. Mir geht es da ähnlich wie Stefan Senf vom Motivprogram in New York: Mein persönlicher Anstand verbietet es mir solche Bilder zu „stehlen“. Und es hätte sehr sehr viele solcher Motive auf meiner Strecke gegeben. Viele viele Bilder habe ich eben nur mit dem Herzen gemacht, eben weil ich genau „dieses“ Bild von Rumänien nicht liefern wollte.

Insgesamt hat die kleine Rundreise Lust auf eine weitere Reise nach/durch Rumänien gemacht! Als Familienurlaub ist das sicherlich etwas schwieriger, Spielplätze oder Kinderattraktionen sind eher weniger oft vorhanden.

Ich habe jetzt keinen Vergleich über die Entwicklung der letzten Jahre – ich habe nur die Autobahnbaustellen gesehen die sich durch das Land schneiden. Daher vermute ich mal, dass sich der aktuelle Flair in den nächsten Jahren deutlich verändern wird. Wer also mit dem Gedanken spielt nochmals eine längere Tour durch Rumänien zu planen, der sollte das eher zeitnaher machen. Bevor der Wandel auch die Dörfer erreicht hat.

“Unsere” Gaudeamushütte

Am Montagnachmittag ging es weiter zu unserer nächsten Tour, die wir bereits 2 Wochen vorher gebucht hatten: auf zur Gaudeamus-Hütte oberhalb von Ellmau! Die Hütte kennen wir bereits von mehreren Besuchen. Das letzte Mal war Oli mit Lucia und Pascal alleine auf der Hütte.

Nach 2 h Fahrt von Poing bis zum Parkplatz unterhalb der Hütte starteten wir unseren 1/2 h Aufstieg bis zur Hütte. Lustigerweise waren wir im selben Zimmer untergebracht wie 10 Jahre (!!) zuvor als wir gemeinsam mit Lucia &Pascal und Freunden auf der Hütte übernachtet hatten. Viel hat sich getan seitdem. Großflächige Renovierungen der Sektion Main Spessart haben die Hütte in eine fast schon luxuriöse Unterkunft gewandelt.

Um 18 Uhr gab es Abendessen, danach genossen wir den Abend mit unseren Büchern auf der Terrasse.

Am nächsten Morgen packten wir unsere wenigen Sachen zusammen, frühstückten gemütlich und stiegen dann bis zum Ellmauer Tor hinauf und anschließend über das Geröllfeld in Richtung Ackerlhütte ab, entlang an einem schönen, wenngleich auch anspruchsvollen Weg am Hang entlang bis oberhalb der Gaudeamushütte. Von dort aus gingen wir noch weiter bis zum Bergsteigergrab. Mit müden Beinen stiegen wir die letzte knappe Stunde ab zur Hütte, ruhten uns etwas aus und liefen die letzten Meter den steilen Weg bis zum Auto.

Es war einfach wieder wunderschön – die nächsten Wochenenden haben wir uns schon ausgeguckt, an denen wir dieses Mal gemeinsam mit den Kindern eine Tour wagen werden. Und für das nächste Jahr nehmen wir uns vor, bereits zu Beginn der Session Wochenende zu blockieren, an denen wir uns eine gemeinsame Auszeit mit den Kids auf der Hütte gönnen wollen.

Auf zum Brunnenkopf!

Samstagnachmittag sind Simon und Sven in ihren wohl verdienten Urlaub mit Oma und Opa gefahren und erholen sich nun bei Eis und Schwimmbad in Christinas Heimat Karlstadt.

Oliver und Christina haben nun knapp eine Woche Zeit für sich alleine und gemeinsam. Noch am Samstagabend wälzten wir die Wanderkarten und fanden einen schöne Wandertour, beginnend am Schloss Linderhof. Ca. 1 1/2 h Marsch waren es nur ehe wir an der Brunnkopfhütte eine Rast machten. Danach ging es noch die letzten 20 Minuten rauf zum Gipfel bevor wir wieder auf dem Weg ins Tal machten. Zum Abschluss besuchten wir das Schloss Linderhof und bewunderten die Schönheit von König Ludwigs Schloss und -Anlage. Sehr sehenswert!

 

Ausflug ins Maislabyrinth

Warum in die Ferne schweifen wenn das Gute ist so nah?

Das haben wir uns am Sonntag auch gesagt nach dem am Vormittag überraschend gutes Wetter war. Also ab nach Johanniskirchen auf den Hofreiter-Hof in Maislabyrinth.  Tolle Sache dort! Gaaanz viel Spielmöglichkeiten für die Kinder und für die Eltern ein bärenstarken Bärenkaffee. Die Preise sind Familientauglich, somit sind wir zum Mittagessen dann auch gleich dort geblieben!

Neben einem Sand-Pool, Bobbycar Rennbahn und Streicheltieren gab es auch ein paar Schaukeln, auch die von Simon geliebte „Nestschaukel”

 

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Größter Spaß war allerdings das Stroh-Labyrinth, einem mit Strohballen aufgebauten kleinem Labyrinth für die Kleinsten. Nicht nur zum durchrennen, sondern auch zum rumsteigen, hüpfen, klettern, drüberrennen etc. geeignet. Und nur für die Kleinsten?

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Dann ging es aber doch noch ins große Labyrinth. 6 Stationen mit Stempeln mussten gefunden werden und die Erwachsenen mussten 12 knifflige Fragen beantworten.

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Nebenbei gab es schöne Eindrücke zu sehen.

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Oder auch mal ganz andere Sichtweisen

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(Christinas Lieblingsbild)

 

Ja, freut sich das Kind, sind die Eltern entspannt. So haben wir alle 3 den Vormittag wunderbar genießen können!

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Hier kommt die Maus!

Seit ein paar Jahren gibt es von der Maus den “Türöffner-Tag“, der Tag bei dem Kinder hinter die Kulissen bei Firmen, Organisationen oder Geschäften blicken dürfen. Inzwischen ist der 3. Oktober hier als fester Tag etabliert.  Letztes Jahr wollten wir hier schon hin, damals hat es aber irgendwie nicht geklappt. Dieses Jahr sollte es dann so sein. Aber oh Wunder: Im Großraum München gab es nahezu wenige Türöffner! Doch einen Türöffner gab es – und dazu noch in unserer Kinderzahnarztpraxis! Zuerst waren wir auf der Warteliste doch am Ende durften wir dort hinter die Kulissen schauen! Nach anfänglichen Zögern ist Simon dann doch alleine mit seiner Gruppe losgezogen um Zahnabdrücke zu machen, zu röntgen, eine professionelle Zahnreinigung auszuprobieren, Wett-Handschuh-anziehen und selbst Zahnfüllungen einsetzen. Ganze 1,5 Stunden hat sich das Team vom Lachzahn für die Kinder Zeit genommen um alles ganz genau zu erklären, zu zeigen und die Kinder ihre Arbeitsabläufe ausprobieren zu lassen. Mit ganz viel Liebe, Geduld und tollen Ideen wurde hier der Türöffner-Tag umgesetzt!

Simon war am Ende total Happy über den Tag und die Erlebnisse beim (ach so schrecklichen) Zahnarzt! 

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Traurig ist nur, dass in solche einer großen Stadt wie München, mit solch großen und prominenten Unternehmen wie BMW, Siemens, Infineon, Knorr Bremse etc etc. hier nicht mehr Unternehmen beim Türöffner-Tag mitgemacht haben!

 

Der Berg ruft!

“Vater, Vater, loss mi ziagn, der Berg – i muaß eam unterkriagn!” So lautet es in der 1972 entstanden Urversion vom Watzmann von Wolfgang Ambros gemeinsam mit Manfred O.Tauchen und Joesi Prokopetz.

In meinem Fall müsste die Zeile “oli, oli, hau’ jetzt ab!” lauten – den ungefähr so hat mich Christina gegen 18 Uhr noch aus dem Haus gejagt. Die Bergsachen waren am Vortag schon vorbereitet worden, ob ich allerdings gehe stand nicht ganz fest zumal ein Besuch im Tierpark mit einer Freundin wesentlich länger gedauert hatte als geplant. 18 Uhr losfahren bedeutet gegen 21 Uhr auf der Gaudeamushütte zu sein. Meiner Lieblingshütte im Wilden Kaiser.
Ich wurde dort nicht nur mit warmen Worten sondern auch mit einem Weißbier und einer warmen Suppe empfangen.

Hüttennächte sind oft kurz, das hatte weniger an den 4 Frauen in meinem Matrazenlager  zu tun sondern eher damit, dass ich neben Hüttenschlafsack nur eine Decke hatte. Und das war dann doch etwas zu wenig. Und kalt schläft es sich schlecht.

Nach einem guten Hüttenfrühstück begann ich den Aufstieg auf das Ellmauer Tor.

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Keine wirkliche Herausforderung, aber von der Hütte aus dann doch fast 800 Höhenmeter. Ein guter Platz für eine Rast unter Bewachung des Luftjagdgeschwaders Schwarz.

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Nach einer guten Stärkung ging es dann weiter auf die Hintere Goinger Halt. Alpinistisch ebenfalls keine wirkliche Herausforderung – wenn man im Training ist. Für jemand der nur ein Mal im Jahr in die Berge kommt geht, ist die Kraxelei am Gipfel und vor allem auf dem Rückweg schon etwas “herausfordernd”. Mit 2195 Höhenmeter war dieser Gipfel dann auch mein persönlicher Höhenrekord!

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Die Aussicht war wunderbar, eigentlich wollte ich gar nicht mehr weg. Nach ca. 20 Minuten hat mich dann aber eine größere Gruppen mit dem Zischen von Bierdosen aus meinem kleinen Traum erweckt. ich wollte lieber vor denen wieder im Tor sein.

Der Abstieg war einfach, an der Kreuzung zum Jubiläumssteig habe ich mir kurz überlegt hier abzubiegen und über die Gruttenhütte dann zur Gaudeamus zu gehen. Allerdings war ich mir meiner Konzentration und Kraft nicht sicher – und ich wollte für den nächsten Tag ja auch noch eine Tour haben!

Das wahrscheinlich schönste Geschenk nach einer solchen Tour (1000hm rauf, 1000hm runter) ist eine warme Dusche, der unvergleichliche Mohnkuchen und ein Almdudler auf der Hütte. 😉

Die zweiter Nacht war trotz zweier Decken wieder mit 4 Damen im Lager ebenfalls kurz: Die Damen wollten früher aufstehen als ich. Irgendwie war ich am Ende dann doch schneller am Berg als sie – Männer scheinen effizienter zu Frühstücken als Frauen. Irgendwie.

Wie schon am Tag 1 angefacht bin ich dann über den Jubiläumssteig zur Gruttenhütte.

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Auch hier gilt: Eigentlich nix dramatisches – wenn man geübt ist. Für Kinder (und ungeübte) sollte der Steig aus meiner Sicht ohne Gurt nicht erlaubt sein, auch sollte man eine Richtung für den Durchstieg angeben. Ich persönlich empfinde den Weg von der Gruttenhütte in Richtung Ellmauer Tor als einfache als so wie ich ihn gegangen bin. Zurück ging es über das Klamml was für Jedermann ohne Probleme zu bewältigen sein sollte.

Unangenehm auf der Tour waren nur 2 Begebenheiten: Ein Bergsteiger der vom Ellmauer Tor das Geröllfeld geradeaus nach unten “ging” (oder besser rutschte) und Steine löste. Angeblich nichts unübliches – wenn aber der Weg das Geröllfeld mehrfach kreuzt und dort auch noch Bergkameraden unterwegs sind, dann finde ich dieses Verhalten dann doch sehr unverantwortlich. Ebenso die Bergsteiger die im Klamml eine Besteigung einer Felswand durchführen und beim Sichern immer wieder Steine lösten die auf den Klammlweg fielen – wo ebenfalls Bergkameraden unterwegs waren.

Zurück auf der Gaudeamus gab es dann die größte Belohnung der Tour: DEN Kaiserschmarren der nur hier so einmalig gut schmeckt!

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Mein besonderer Dank gilt meiner lieben Christina die mir doch noch die Beine gemacht hat und mich in die Berge gejagt hat. Zwei sehr erholsame Tage liegen hinter mir, Tage voller Ruhe und Stille, voller Natur, voller Kraft, voller Energie.

Und mit dem Vorsatz wieder herzukommen. Diesmal aber mit der Familie.

Naturkäse am Tegernsee

Alpenidylle pur. Der Tegernsee. Eigentlich nur ein Steinwurf von Poing entfernt. Diesmal war das Ziel nicht primär der See oder die Berge, sondern die Naturkäserei Tegernsee.

Die Idee kam von einer Freundin die hier schon war und von der Käserei geschwärmt hatte. Die Käserei ist anders. Vielleicht ein wenig mit Manomama vergleichbar. Die gesamte Produktion und der Vertrieb ist komplett regional eingestellt. Sogar beim Bau wurde auf lokale Bauunternehmer zurückgegriffen. Lediglich die Käsereianlage stammt aus der Schweiz. Zur Finanzierung des Baus und der Anlaufphase hat sich die Naturkäserei entschlossen eine “eG” zu gründen. Die Milchhöfe aus der näheren Umgebung verpflichten sich streng nach der Heumilch-Vorgabe zu produzieren. Bio wäre weniger anspruchsvoll. Die komplette Produktion ist “handgemacht”, sogar in der Reifekammer wird der Käse von Hand geprüft, mit Salzwasser eingerieben und gedreht. Natürlich ist der Käse nicht so günstig wie ein in Plastikverpackung gesperrter Schnittkäse aus dem Discountmarkt. Aber er schmeckt wesentlich besser. Viel viel besser!

Es ist definitiv ein guter Tipp für einen Ausflug am Tegernsee. Vor oder nach der Führung (Sehr zu empfehlen!)  kann man im hauseigenen Restaurant frühstücken oder eine kleine Mittagsmahlzeit einnehmen. Alle mit Käse natürlich! Lecker. Sehr sehr lecker!

Hier noch ein paar Eindrücke:

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