Herrmannstadt / Sibiu

Das Schöne an Hermannstadt (Sibiu) ist die intakte mittelalterliche Innenstadt und die Plätze, so z B. der kleine Platz, der mit der “Lügnerbrücke” beginnt und am Ratsturm auf den großen Platz übergeht. Gesäumt sind die Plätze von vielen Restaurants und Cafes – komischerweise mehr Pizzerien als original transilvanischer oder Siebenbürger Spezialitäten.
Eines der Hauptgebäude ist die alte evangelische Kirche von Sibiu, deren gegenüber das deutsche Brukenthal-Gymnasium steht, ein Gebäude aus dem späten 17. Jahrhundert. Gestiftet wurde das Gymnasium wie vieles anderes von Samuel von Brukenthal, einem Deutschen, der für die Stadt und das Land sehr viel gemacht hat und mit seinem Palais und seiner Burg in der Gegend auch noch präsent ist.
Die evangelische Kirche ist leider aktuell wegen Renovierung geschlossen – ggf. 2020 wird die Kirche fertig sein. Der Kirchturm ist aktuell begehbar und hat mit seinen 4 Eckzimmern eine tolle Aussicht über die Stadt und das Land.
Auch die Fußgängerzone in Hermannstadt schließt sich den Plätzen an, ist allerdings reichlich verwestlicht und touristisch erschlossen, einen kleinen Abstecher für ein Eis war sie uns dann doch Wert.

 

 

 

 

Es gibt in Siebenbürgen keine so richtig vergleichbaren Bäcker wie bei uns. Hier wird mehr süß gegessen, also gibt es beim Bäcker mehr Teilchen, Krapfen und Torten und weniger Vollkornbrötchen. Vereinzelt findet man sogar Brezeln – ohne Salz. Trotzdem versuchen wir uns bei den Bäckern zu versorgen, leider kommt der Großteil unserer Tagesversorgung von Lidl und Kaufland. Kleine Pizzataschen sind aktuell der Kinder bevorzugte Snack der Kinder.
Die 2. Tageshälfte verbrachten wir im Freiluftmuseum von Herrmannstadt, in dem auf einem riesigen Gelände die verschiedenen Baustile der verschiedenen Stände in Transilvanien dargestellt werden. Für Simon haben wir einen Roller geliehen, Sven verbrachte den ersten Teil schlafend in der Trage. Der Roller ist viel Wert und wir können jedem empfehlen einen zu nehmen oder seinen mitzunehmen – sofern im Gepäck. Leider fehlten dort auch so die eine oder andere Detailinformation oder wenigstens Jahreszahl, um die verschiedenen Häuser einordnen zu können.

Auf dem Heimweg fanden wir unverhofft noch die kleine Kirchenruine Michelsberg, die weit oben tront. Leider ist sie unrenoviert, nur das Dach wurde wieder ergänzt, um weitere Zerstörungen zu verhindern. Dennoch waren die vielen Stufen bergauf die Reise Wert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Exkurs: In Rumänien gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen deutschstämmigen Bevölkerungsgruppen. Die mit größte Gruppe ist die der Siebenbürger Sachsen, die rund um Herrmannstadt zu Hause sind.

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