Bucegi-Massive

Bevor wir den heutigen Tag beschreiben eine kurze Episode unserer vergangenen Nacht: um 2:28 Uhr in der Nacht weckte uns schrecklicher Piepton. Eine Notfallmeldung informierte uns über einen Bären, der auf der Straße von Busteni rum läuft.

Nachdem wir am Morgen dann ausgeschlafen hatten, stand ein weiterer Tag in den Karpaten an. Tags zuvor hatten wir uns erkundigt wie man am Besten zu den natürlich entstandenen Steinfiguren am Bucegi-Massiv gelangt. Es gibt eine Gondel von Busteni aus, unweit unserer Unterkunft. Allerdings kann man da auch gerne zwischen 3 – 5 Stunden warten bis man befördert wird. Alternativ gibt es von Sinaia aus Gondeln/Sessellift, wohin sie jedoch genau führen würden war unklar. Gelesen hatten wir, dass man bis Piatra Arsa mit dem Auto fahren und von dort aus ca. 1 h laufen kann. Dies bekamen wir im Hotel bestätigt.
So machten wir uns heute Morgen zeitig auf und fuhren mit dem Auto den Berg hoch. Erwartet hatten wir eine ähnlich ruppige Straße wie üblich. Weit gefehlt: die touristische Wichtigkeit der “Sphinx” und “Alten Weiber” (Babele) ist so hoch, dass man tatsächlich auf einer Teerstraße weit nach oben bis 2 km vor Piatra Arsa fahren kann. Dort tummeln sich jedoch dann wild die Autos inkl. ihrer Müllberge. Die Laune von Christina sank mit jedem Schritt über die Dreistigkeit, den Müll weg zu werfen. Weiter oben bei den großen Steinskulpturen sieht es noch schlimmer aus, dazu sind diese Naturdenkmäler geschützt und dürfen nicht bestiegen werden. Um Babele ist sogar ein Zaun angebracht. Das scheint jedoch nicht viele zu interessieren. Lustig wird auf die Skulpturen oder vereinzelt über den Zaun für Fotos gestiegen. Das Erschreckende ist: kein Rancher ist vor Ort, um dem Einhalt zu gebieten, niemand ist da, um den Leuten den Müll wieder in die Hand zu drücken. Bei den historisch wichtigen Ruinen standen jeweils mehrere Security Guards herum und haben zentimetergenau nachgesehen, dass man nicht zu weit geht. Und hier? NICHTS! Dazu ist in diesem sandigen Gebiet die Gefahr der Erosion groß. Sobald die Grasnarbe weggerieben ist kommt es zur unkontrollierten Erosion. So ist die Erdoberfläche verletzt mit tiefen Furchen.

Frust und Wut machten sich breit. Das so sehr angepriesene Ausflugsziel entpuppte sich daher als Enttäuschung. Die einsamen Wanderungen im Nationalpark Retezat und auf dem Sureanu gefielen zumindest Christina im Nachhinein besser.

Oliver und Sven liefen zum Auto. Simon und Christina verlängerten die Tour und liefen einen anderen Weg Richtung See nach unten. Die Strecke war länger als ursprünglich gedacht und ging mächtig in die Knie. Zum Abschluss in den Karpaten gab es noch eine Limo und Spaß auf dem angrenzenden Spielplatz.

Zum Abschluss des Nachmittags machten wir nochmals im ganz netten Bergort Sinaia Halt. Erst besuchten wir kurz das Kloster, danach gab es Kinderspiel und -Spaß im lokalen Park mit Hüpfburg, Spielplatz und Flying Fox.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.