Unser Leben seit den Pfingstferien

Nun ist Mitte Juli 2020:

Simon geht bis zu den Sommerferien jede 2. Woche in die Schule, aber halt, ist das noch eine Schulpflicht, die erfüllt wird? Jeder Montag ist frei, offiziell Studiertag, faktisch frei. An den 4 Tagen finden nur Mathe, Deutsch, Englisch und reduziert eine Stunde Bio und Geo statt, ach ja noch eine Stunde iPad-Unterricht, in welcher Simon sich herzlich langweilt. Es gibt keine Videokonferenzen (mehr ) – okay, die gab es eh nur vereinzelt, weil entweder zu wenige Schüler Interesse hatten, so viel zur Schulpflicht, oder weil die Lehrer*innen… weiss nicht warum eigentlich nicht?) Ich bin dankbar um jede Stunde, die die Simon die Gelegenheit hatte, mal mit einer Lehrerin zu reden, Informationen über Audio zu erhalten und sogar mal jemanden zu sehen. Insgesamt hat es (zu) lange gedauert bis sie kamen und wurden nicht so intensiv genutzt wie wir es uns gewünscht hatten. Warum man nun nicht montags auch Inhalte auf den Schulblog stellen kann? Warum man nicht weiterhin Sport, mal was in Religion oder in Kunst einfließen lassen kann, das verstehe ich nicht. Bestimmt können Rektoren und Lehrer*innen hier Begründungen liefern. Mir wurden sie nicht gegeben, sondern nur auf den Bestimmungen des Kultusministeriums verwiesen. Ich weiss nicht, ob man nicht ehr von einem Recht auf Schule sprechen sollte als von der Pflicht hin zu gehen. (Meinung Christina)

Sven ist erkältet und darf daher nicht in die KiTa – und das Komischste ist: er WILL GAR NICHT MEHR hin. Warum? Weil er so eingeschränkt ist in der KiTa und nicht mehr an die Spielsachen ran kommt, die er mag, dass er die Einrichtung nicht vermisst. Lieber bleibt er vormittags zu Hause. Jetzt müssen wir ihn gesund bekommen, so dass er bald wieder rein kann in der Hoffnung doch wieder Gefallen daran zu finden, schließlich ist er ja noch ein Jahr im Kindergarten und der Austausch mit den Kindern ist uns sehr wichtig. Werden wir die langen Buchungszeiten beibehalten werden? – Keine Ahnung. Wenn ich zukünftig dauerhaft nur so vereinzelt mein Kind in die Betreuung geben kann, dann überlege ich, ob ich die das Geld zahlen will, auch wenn es gerade wirklich nicht mehr viel ist. Wir überlegen daher die Betreuungszeiten zu verringern.

Pascal hat endlich sein letztes Praktikum abgeschlossen und seine ersten Versuche für die Bachelorarbeit durchgeführt.

Und Lucia arbeitet seit einiger Zeit regelmäßig im Edeka, hat einen Studienplatz und ein Zimmer in einer WG in Regensburg.

Oliver und Christina arbeiten immer noch im Home Office, kochen immer noch jeden Mittag ein warmes frisches Mittagessen, jonglieren berufliche Termine, regeln den Haushalt. Christina ist zudem seit Mitte Mai im Gemeinderat und nimmt hierfür diverse Abendtermine wahr.

Die letzten Wochenenden haben wir aber auch Zusehens entspannt. So waren bereits vor Pfingsten zu Tagesausflügen im Altmühltal und am Steinsee. wir an Pfingsten bei Oma & Opa zu Besuch und ein paar Tage in der Rhön. Später waren Oma & Opa bei uns zu Besuch. Wir waren ein Wochenende am Kochelsee und zwei Wochen später einen Tag auf Gut Aiderbichl. Aber das sind andere Geschichten. 😊

Bis zum heutigen Tag war und ist es sehr anstrengend, jeder Windhauch haut uns um, lässt Streit für Nichtigkeiten entstehen, sorgt für Müdigkeit und Erschöpfung. Alle haben wir uns an diese Ausnahmesituation gewöhnt, die mehr und mehr zum Alltag wird. Simon darf zum Glück auch wieder im Freien Sport treiben – aber was ist, wenn das Wetter schlechter wird? Darf er dann in die Halle? Nur jede 2. Woche?

Es sind viele Fragen offen über das, wie es weiter geht, schauen aber auch vorsichtig nach vorne und sind auch dankbar für das, was wir haben. Wir sind zusammen, haben einen Arbeitsplatz und v. a. wir sind gesund!

Wochenende am Kochelsee

Ende Juni wollte Christina über das Wochenende an den Kochelsee zu einem Seminar. Schnell war der Entschluss gefasst, dass die ganze Familie das Wochenende dort verbringt. Kurzfristig wurde das Seminar abgesagt und so hatten wir zu viert ein fantastisches Wochenende bei schönem Wetter mit abendlichem Gewitter. Ein Rundweg um den Kochelsee, kurzer Ausflug zum Walchensee, Betreuung der Kühe auf unserem Bauernhof, Abendessen am See… alles war dabei.

Am Sonntagmorgen besuchten wir das Freilichtmuseum in Glentleiten.

Rhönausflug

Die erste Pfingstferienwoche hatten wir bereits Corona im Berghaus Rhön uns ein paar Tage eingemietet und waren sehr glücklich als wir erfuhren, dass wir tatsächlich dort übernachten dürfen.

Eine tolle neu gebaute Unterkunft erwartete uns, ideal gelegen für kleine und größere Ausflüge. Beim ersten Frühstück sahen wir auch noch, dass 2 große Hunde, Reily und Max zu den Betreibern gehört. Damit waren die Tage gerettet.

So nahmen wir die Hunde mehrmals mit zu unseren Spaziergängen zum Würzburger Haus. Auch wenn es den Kindern schwer fiel, erkundeten die Gegend auch ohne die Hunde.

Direkt unterhalb des Berghauses lag das Tintenfass, ein See, der entstand, weil dort Basalt abgebaut wurde.

Außerdem waren wir am roten Moor…

…und im schwarzen Moor.

Außerdem fuhren wir erst zum Basaltsee. Von dort aus liefen Simon und Christina bis zu den Basaltfelsen am Gangolfsberg, währenddessen Oliver mit Sven direkt unterhalb der Basaltfelsen mit dem Auto ankam.

An einem der Tage fuhren wir ein etwas weiteres Stück Richtung Nord-Osten zum Point Alpha, um dort den Kindern mehr über die Zeit zu berichten als Deutschland geteilt war.

Auszeit bei Oma & Opa

Am Pfingstwochenende sind Simon, Oliver und Christina gemeinsam zu Oma & Opa gefahren. Sven war ja schon bei den Großeltern. Es war ein tolles Gefühl nach der langen Zeit wieder einmal in Karlstadt zu sein und dort Zeit zu verbringen. Christina & Oliver hatten die Gelegenheit Freunde zu treffen, Stefan kam zu Besuch und gemeinsam gegrillt wurde natürlich auch 🙂

Erste Familienausflüge nach langer Zeit

Die positive Entwicklung bzgl. der Fallzahlen an Coronainfektionen in Bayern taten uns gut. Und so getrauten wir uns, am Vatertag mit Lucia und Pascal zusammen eine kleine Wanderung am Steinsee.

Gleich 2 Tage später trafen wir uns erstmals wieder mit den Großeltern und Stefan und übergaben Sven für einige Urlaubstage mit zu Oma & Opa. Als Ziel hatten wir erneut das Altmühltal gewählt in einem netten Bayr. Biergarten. Anschließend unternahmen wir eine kleine Wandertour.

Ausflug an Muttertag

Als im Mai so langsam die Beschränkungen sich wieder gelockert haben, wollten auch wir wieder außerhalb von Poing uns bewegen. Während halb Oberbayern in die Berge gefahren ist, sind wir an Muttertag in die Gegenrichtung gefahren und haben uns rund um die Kratzmühle einen schönen Wanderweg ausgesucht. Bei einem schönen Frühlingstag genossen wir die Zeit in der Natur zwischen Naturdenkmälern und Nachspüren Mittelalterlicher Geschichte.

Unsere Familie im Shutdown

Wie alle Familien in Deutschland ereilte uns am Freitag, 13. März 2020, die Nachricht, dass die Schulen und Kindertagesstätten ab dem darauffolgenden Montag geschlossen sein werden.

Von heute auf Morgen wurden wir – wie alle anderen auch – vor komplett neuen Lebensumständen gestellt. Die erste Handlung war zu überprüfen was wir alles einkaufen müssen, denn ab sofort müssen wir 7 Tage die Woche 3 Mahlzeiten am Tag bereitstellen. Dies haben sich wohl viele andere Familien auch gefragt, denn ab dem Zeitpunkt war nicht nur das Toilettenpapier, sondern auch Mehl & Hefe für einige Wochen nicht mehr erhältlich. Viele Regale waren notdürftig gefüllt, es ist aber auch sichtbar gewesen, dass der Nachschub an Lebensmitteln nicht gefährdet sein wird. Ein komisches Gefühl war es aber dennoch zu Beginn der Phase.

Zu diesem Zeitpunkt war der Kommunalwahlkampf gerade abgeschlossen und Christina hoffte ab dem 16.3. endlich etwas ausatmen und sich erholen zu können. Die Erholung war unmöglich.

Zu diesem Zeitpunkt redeten wir aber auch nur von 3 Schulwochen und wenige Tage später war klar, dass es auch die 2 Ferienwochen betrifft, die irgendwie zu überbrücken waren. Danach sollte alles wieder weiter gehen.

Die Schule war ab dem ersten Tag ohne Probleme fähig, die Schulmaterialien online auf dem Lernblog bereitgestellt. Jede*r Lehrer*in entwickelte ihre/seine eigene Methode, die Inhalte zu vermitteln. Unterrichtet wurden nur Mathe, Deutsch, Englisch, Bio und Geo. In Sport wurden immer Videos und Links zu Übungen bereitgestellt, in Religion kam es sehr auf den Lehrer an. Jeden Morgen vor dem Start schauten sich Simon und Christina die Unterlagen an, jeden Nachmittag oder Abend wurde korrigiert und auf Vollständigkeit geprüft. Beschränkt blieb der Kontakt der Lehrer*innen zu den Schülern auf den Lernblog – one way. Ergebnisse wurden so gut wie nie eingesammelt und korrigiert. Per Mail und Kommentarspalte waren die Lehrer*innen immer erreichbar, für Fragen und Hinweise, ob es zu viel oder wenig Unterrichtsstoff ist, es war ja für alle neu so zu unterrichten. Ob die Kinder den Inhalt aber verstanden haben, das hat so wirklich die Schule nicht mitbekommen.

Sven musste sich von heute auf morgen daran gewöhnen, dass er jeden Vormittag von 9 bis ca. 12 Uhr alleine spielen muss. Oliver und Christina haben so gut es geht, teilweise mit Handy am Ohr oder Laptop auf dem Boden so gut es geht, einige wertvolle Minuten mit ihm zu verbringen. Nach einiger Umgewöhnung ging Sven nach oben, sobald er um 9 Uhr den Laptop und Kopfhörer auf Mamas Ohren gesehen hatte.

Pascal dachte eigentlich ab ungefähr April seine Bachelorarbeit beginnen zu können. Nun hieß es erstmal abwarten.

Lucia wusste anfangs nicht, ob sie in Australien bleiben sollte oder doch schnell heimfliegen würde. Sie suchte immer wieder nach Flügen und kam Ende März wieder in Deutschland an – leider ohne Empfangskomitee und großen Umarmungen – Abstand war angesagt.

Oliver bezog zunächst den Schreibtisch in unserem Büro, zog dann aber an einen neu eingerichteten Schreibtisch im elterlichen Schlafzimmer um.

Christina richtete sich ihr „Büro“ am Esszimmertisch ein, um von beiden Kindern angesprochen werden zu können. Es war eine Zerreißprobe! Beruflich startete sie in ein neues Projekt und konnte sich nicht frei nehmen, auch nicht in den Ferien. Privat musste Simon bei der Schule unterstützt und sollte Sven nicht alleine gelassen werden, dazu täglich kochen und den Haushalt organisieren. Die Arbeitszeiten veränderten sich, nicht mehr 4 Tage, sondern 5 Tage ab 9 – 11:30 und ab 12:30 bis ca. 14 Uhr wurde gearbeitet. Oliver unterstützte, wo er es zeitlich einrichten konnte, vieles jedoch landete bei Christina.

Es waren ja auch nur 3 Wochen – die bekommen wir hin! Dann kamen die Ferien, Sven hatte vormittags, während Christina arbeitete mit Simon einen Spielkameraden. Nachmittags unternahmen wir in den 5 Wochen so oft es ging eine kleine Radtour oder Spaziergang über das Feld – Hauptsache man trifft keine Menschen. Christina las das erste Buch von Harry Potter vor, wir spielten viel Lego, Rollenspiele, Autos, Tischspiele, mit Salzteig haben wir gebastelt, aus Holz bastelten wir eine Garage und eine Rutsche, und und und… So viel Interaktion und Aktivität in den gemeinsamen Stunden wie möglich. In der Zeit waren wir dankbar für unser Haus, jeder hat sein Zimmer und wir einen kleinen Garten.

An Ostern wurde klar, die Schließungen würden weiter gehen, wenngleich die Läden bald wieder öffnen würden, so bleiben die Einrichtungen für die Kinder bis auf weiteres – bis auf unbestimmte Zeit – geschlossen.

Wie soll es weiter gehen? Die Kräfte schwinden langsam. Lucia war dabei unsere Rettung. Die selbst auferlegte Quarantäne nach der Rückkehr aus Australien war überstanden und so vereinbarten wir mit ihr, dass sie Simon jeden Vormittag 2,5 h beim Homeschooling unterstützen werde. Die Erleichterung in den kommenden Wochen war groß. Die Aufgaben zum Homeschooling bei Christina entfielen, eine Last fiel ab. In der Zeit kam noch die Nextcloud und Jitsi als Telefonkonferenz-Tool. Beides hat sich leider nicht durchgesetzt, was wir nicht gut fanden. Die Feedbackschleifen an die Lehrer*innen waren kurzfristig direkt nach den Osterferien besser, da die Kids erarbeitete Ergebnisse einsenden mussten.

Sven hatte sich mittlerweile immer besser an seine Vormittage gewöhnt. Der Osterhase hat eine riesige Box mit neuen Legosteinchen gebracht und so war der Kreativität noch weniger Grenzen gesetzt. Pascal wartete noch immer darauf, sein Studium fortzusetzen, Oliver und Christina arbeiteten immer noch im Home Office. Leider haben wir zu wenige Bilder gemacht. Wie oft wir mit Laptop im Arm oder Kopfhörer auf dem Kopf den Haushalt geführt, gekocht oder mit den Kindern einen kurzen Moment der Aufmerksamkeit geschenkt haben. Man könnte herzlich darüber lachen, wenn die Situation nicht so tragisch gewesen wäre und teilweise immer noch ist.

Ab Ende Mai, zwei Wochen vor den Pfingstferien durfte Simon endlich wieder in die Schule. Als Christina dann auch noch die Nachricht bekam, dass Sven ab 15. Juni wieder in die KiTa darf, floßen Tränen….

Doch ist jetzt alles wieder gut? …

Männerurlaub

Relativ spontan haben wir Landgraf-Männer beschlossen ein paar Tage zusammen Urlaub zu machen. Die Herbstferien haben sich dazu wunderbar angeboten. 

Der bayrische Wald liegt von uns aus günstig, nicht zu weit weg und wenn das Wetter mitspielt wunderbar viele gute Gelegenheit zusammen mit den Kindern etwas zu erleben.

Wir waren schon ein paar Mal im bayrischen Wald, kennen also schon einiges – aber der letzte Besuch mit Simon und Sven ist schon 4,5 Jahre her. Sven war noch wirklich klein und auch Simon kann sich nicht mehr an alles erinnern.

Die klassischen Ziele sind wohl der Baumwipfelpfad, Glasbläser und einer der drei Gipfel Lusen, Rachel und Arber. 

Wir haben unsere Tour in dem Schloss Egg gestartet. Das Schloss Egg in dem auch Bibi Blocksberg gedreht wurde. Zauberhafte Mittelalterkulisse.

Dann weiter auf den Baumwipfelpfad um von dort die sonnige Aussicht zu genießen.

Später angekommen in unserer Pension in Spiegelau haben wir dann noch zusammen eine große Pizza verdrückt.

Immer wieder gerne dabei auch ein Ausflug ins Silberbergwerk am Silberberg und ins Haus der Wildnis. Den Tagesabschluss gab es dann auf dem wunderbaren Waldspielplatz in Spiegelau.

Auch der zweite Abend durfte mit einer leckeren Pizza abgeschlossen werden. So sind halt Papa-Ferien.

Pizza-Reste schmecken auch am nächsten Tag noch gut…!

Am dritten Tag haben wir „unseren“ Glasbläser Kock besucht, ein obligatorischer Besuch. Seit 2007 kommen wir nun jedes Mal, wenn wir im bayrischen Wald sind hier vorbei. 

Der Höhepunkt des letzten Tages war der großer Arber. Mit der Gondel sind wir auf den Gipfel – und dort war es reichlich ungemütlich. Der Wind pfiff und es war kalt. Also doch wieder schnell runter und ab zum Arbersee um dort im Gasthaus eine Stärkung zu uns zu nehmen. Den Verdauungsspaziergang haben wir dann bei der Waldmurmelbahn beendet.

Eigentlich ist der bayrische Wald fast schöner als die Münchner Hausberge. Weniger Touristen und moderatere Preise. Allerdings ist die Anfahrt sogar für uns a Stückerl länger 

Der bayrische Wald sieht uns bestimmt mal wieder – aber nur bei besserem Wetter! 

Jetzt ist sie weg!

Heute Morgen war es soweit! Lucia hob ab nach Dubai, um dort ein paar Tage zu bleiben. Aber dies nur als Zwischenstopp. Ihr eigentliches Ziel ist Australien! Auf sie wartet In Melbourne eine Familie mit einem 3 jährigen Jungen und einem Baby, die sie das kommende halbe Jahr als Au-pair unterstützen wird. Wir wünschen dir, liebe Lucia ganz viele tolle Erlebnisse, liebevolle Menschenund viel Spaß! Genieße deine Zeit!
…und meld dich mal zwischendurch. 🙂

Berg und Tal

Nach dem wir im Sommer an Christinas Geburtstag in der Spitzingsee-Region unterwegs waren, hat Simon den Wunsch geäussert hier mal eine Radtour zu machen.

Eine wirklich gute Idee, ist doch der Schliersee mit der BOB recht gut zu erreichen.

Die initiale Planung war an einem Sonntag mit der BOB zum Schliersee zu fahren, dann hoch zum Spitzingsee und über Albert-Link-Hütte durch die Valepp und Moni-Alm zum Tegernsee und wieder mit der BOB zurück.

So ganz konnten wir den Plan nicht umsetzen – bei unserem Versuch an der Donnersberger Brücke in den BOB Wagen zum Schliersee einzusteigen mussten wir feststellen, dass der mehr als voll war – also schnell in den nächsten Wagen rein und nachdenken. Wir können a) in Holzkirchen in die nächste Bob zum Schliersee einsteigen, das bedeutet aber 20 Minuten Wartezeit, oder b) zum Tegernsee fahren und die Tour “andersherum” zu machen.

Vorab: das war die beste Umplanung die wir machen durften…

Angekommen in Tegernsee durften wir feststellen, dass da just heute der Tegernsee Marathon war. Zum Glück sind wir vor dem Start angekommen – also schnell raus aus Tegernsee und ab in Richtung Moni-Alm.

Auf dem Weg zur Moni-Alm haben wir eine lustige Gruppe von Rentnern mit eBike getroffen, auch auf dem gleichen Weg wie wir – wir durften uns noch ein paar mal treffen! 😉

Der Weg rauf zur Moni-Alm geht über eine Maut-Straße – was bedeutet: Geteert und wenig Verkehr. Ideale Voraussetzungen für eine entspannte Bergfahrt. Wir waren idR nicht die schnellsten, will bedeuten: Wir wurden von allerlei Freaks mit Rennrädern oder MTBs ziemlich abgehängt.

An der Moni-Alm angekommen gab es erst mal einen Almudler und einen Kaiserschmarren!

Gut gestärkt ging es dann weiter zum See.

Das obligatorische Bild hier an “unserem See”, schließlich waren wir hier schon öfters.

Weiter ging es durch die Valepp – eine traumhafte Landschaft hier im Tal. Leider gibt es davon keine Bilder! Zu viel Spaß hat die Abfahrt gemacht!

Wer runter fährt, der muss auch wieder rauf – wieder durch die Valepp hoch zum Spitzingsee. Etappenziel war die Albert-Link-Hütte.

Dort angekommen meinte Simon “Das ist das Bike von Max” – worauf ich erwähnte: “Das ist vielleicht das gleiche Bike wie das von Max, aber nicht das selbe.”, ich wurde Lügen gestraft – sassen da nicht Max und seine Familie? Was für ein Hallo! Ein seltener Zufall!

Simon wollte nicht warten bis Max mit dem Essen fertig war sondern schon früher los um den Weg über den Spitzig-Sattel in Richtung Schliersee zu nahmen. Mir war das ganz recht – ist Max doch ein sehr geübter Fahrer und die zwei Räuber hätten sich anstacheln können.

Was ich nicht wusste: Die Abfahrt vom Spitzingsattel durch den Wald nach Schliersee ist wirklich anspruchsvoll – vor allem wenn Papa meint den (eigentlich) für Bike gesperrten Weg nehmen zu müssen. Recht steile Passagen mit viel großem Geröll machten es uns und unseren Bikes recht schwer. Zum Lohn durfte ich einmal über den Lenker absteigen – aber alles ohne wesentliche Blessuren.

Am Schliersee angekommen und über die ruhigere Seite um den See geradelt sind wir sehr pünktlich am Bahnhof angekommen und dann mit der (wieder übervollen) BOB zurück nach München und Poing gefahren.

Am Ende sind zwei gut ausgepowerte Männer glücklich in Poing angekommen. Es war eine tolle Tour zum Einstand, die erste MTB Bergtour für Simon, und nach langer Zeit mal wieder eine Tour für oli.

Hier der Link zu den Tour Details auf Komoot: https://www.komoot.de/tour/95567551