Urlaub 2019 – Vorbereitungsstress

Ähnlich wie 2018 wollen wir dieses Jahr auch wieder nach Rumänien reisen.
Diesmal soll es aber gaaaanz anders werden, hatten wir uns letztes Jahr überlegt.

Anstelle getrennt an-/abzureisen und sinnlos 1.500km auf der Autobahn zu verbringen + einem Flug von München nach Rumänien, dazu noch die besonderen Herausforderungen der Rumänien Straßen die ggf. nicht ganz deckungsgleich zu deutschen Autos sind, hatte wir schon letztes Jahr nach der Rückkehr beschlossen: 2019 fliegen wir alle und nehmen uns einen Mietwagen.

Was für eine doofe Idee…!!!

Fangen wir mit dem Flug an – erste Buchung im Januar bei der rumänischen Fluggesellschaft Tarom von München nach Sibiu. Alles gut! Termine/Zeiten und Preis passen.
Ein paar Wochen später der Anruf vom Reisebüro: Ähm, Tarom hat den Flug annulliert – die Strecke wird nicht mehr bedient.
Also jetzt Lufthansa – was aber nicht mehr ganz so einfach ist da die Abflugzeiten suboptimal sind. Nein – um 06:00 mit 2 Kindern abzufliegen machen keinen Spaß. Neuer Anlauf: Termine gut, Zeiten gut, Preis naja…
Ein paar Wochen später der Anruf vom Reisebüro…. der Rückflug wurde annulliert, wir brauchen einen neuen Termin, zB einen Tag später. Hier auch wieder: Abflug um 06:00 in Sibiu? No way!
Der Flug ist in ein paar Wochen – das Reisebüro hat also noch etwas Zeit uns anzurufen.
Zu guter Letzt haben wir noch bei Atmosfair unseren CO2-Ablashandel vorgenommen, es ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber besser als nix.

Mietwagen. Man nehme die Webseite eines bekannten Mietwagenvermittlerts, gebe die Daten ein, die Wunschgröße (Clio sollte es nicht sein…), Zweitfahrer, Versicherung… und bekommt dann mal eine Hustenanfall!
Mit freundlicher Unterstützung unserer Kollegen in Cluj haben wir dann einen lokalen Mietwagenanbieter gefunden bei dem die Schnappatmung sind noch in Grenzen gehalten hat. Wir sind jetzt gespannt ob wir wirklich einen Dacia Duster 4×4 bekommen oder doch eine Pferdekutsche. Geländegängig sind beide.

Reisetour & Planung. 2018 haben wir alles Online gemacht. Suche, Planung, alles. 2019 haben wir tatsächlich einen Reiseführer gekauft. Das war auch besser, aber perfekt ist noch was anderes. Die mächtigste Buchungsplattform für Hotels ist eben Booking – eine “lokale” Alternative gibt es nicht.
Unser Versuch direkt zu buchen (der Schwabe könnte ja ein paar Euro sparen) hat dazu geführt, dass wir Ende Juli feststellen mussten, dass unsere Buchung im August nicht angekommen ist. Wir saßen also gerade mal so spontan ohne Hotel auf einer Teilstrecke da! Mist! Es war einaufgeregter Nachmittag in dem wir versucht haben zu retten was zu retten geht. Die Tour hat sich verändert – ggf. ist es so ja sogar noch besser.
Merke: In Rumänien ist eMail nicht so verbindlich wie in Deutschland… besser mal anrufen!

Das mit dem Gepäck wird auch spannend. Man kann für 2 Wochen ja nicht einfach alles mitnehmen. Weniger ist mehr. Also brauchen wir mind. 2 mal die Möglichkeiten Wäsche zu. waschen. Oliver muss bei seinem Fotoequipment etc. sparen. Die Kids an Büchern und Spielsachen. Wir haben aber auch gelernt! Roller? Braucht es nicht. Sandelsachen für Schwimmbad? Nee. Einschränkung und Limitierung ist angesagt. Weniger Gepäck zur CO2 Reduktion und für den kleinen Mietwagen.

2019 geht es in die Karpaten und die Walachei. Wir sind schon sehr gespannt ob der Teil von Rumänien uns genauso gefällt wie Transilvanien / Siebenbürgen 2018. Dazu haben wir das Reisekonzept im Gegensatz zu 2018 umgestellt. Anstelle nur zwei Hotels zu buchen und von dort Tagestouren zu machen wird 2019 ein Roadtrip von Hotel zu Hotel. Weniger lange Tagestouren, mehr Berge, mehr wandern, weniger Autofahren. Mal sehen.

Wir sind jetzt sehr gespannt und fiebern unserem Abflug schon sehr entgegen!

P.S.: Auch dieses Jahr haben wir es geschafft an unserem Hochzeitstag unterwegs zu sein… 😉

Das erste Halbjahr 2019 der Kinder

Dieses Jahr sind wir wahrlich schreibfaul – oder besser. Wir schreiben viel, aber wenig in diesem Blog. Daher gibt es heute nur eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse des ersten Halbjahrs 2019, v. a. bezogen auf die Kinder.

Das Jahr begann mit einem kleinen Schock, denn Simon bekam wieder sein periodisches Fieber, so dass er die erste Schulwoche gleich daheim blieb. Sein 4. Schuljahr war mitten im Gange, daher tat jeder Fehltag weh. Der Rückfall und auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit wieder häufiger kommen könnte, führte zu der Entscheidung, Simon die Mandeln raus zu operieren. Aus medizinischer Sicht ist das Entfernen der Mandeln eine Behandlung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Beschwerdefreiheit führen wird. Nach langer Arztsuche fand die Operation endlich am 20. Mai statt. (Diese Geschichte haben wir nochmals detailliert aufgearbeitet in einem separaten Beitrag.) Gesundheitlich hat es ihn nicht nur aufgrund der Operation erwischt. Zwischendurch hatte er einen Ball auf die Hand bekommen und konnte nicht schreiben, später lief er viele Wochen lang mit Krücken, da er Fersenschmerzen hatte. Schulisch hatte er sich bis zu den Osterferien noch in unzähligen Proben beweisen müssen. Nun ist er in der Realschule in Poing angemeldet und freut sich schon, die Grundschule hinter sich lassen zu können. Die vorpubertäre Coolness ist ihm mittlerweile deutlich anzusehen. Eine spannende Zeit erwartet uns alle. 😉

In der gleichen Zeit bereiteten sich die beiden Großen (Pascal und Lucia) auf ihre Prüfungen vor. Lucia durchstand die 12. Klasse des Gymnasiums mit der Masse an Klausuren in den beiden Semestern und den Abiturprüfungen, die direkt nach den Osterferien begannen. Ende Juni feierten wir mit ihr das bestandene Abitur! Wir sind stolz auf ihre guten Leistungen!

Pascal ist durch Bestehen seiner Prüfungen im 5. Semester einen sehr großen Schritt gegangen, um sein Bachelorstudium fertig zu bekommen. Jetzt steht er gerade vor den Prüfungen des 6. Semesters. Die Herausforderung bei seinem Chemiestudium sind (von außen beurteilt) nicht nur die Menge an Lernmaterial, sondern auch noch die parallel stattfindenen Praktikas, für die auch Vor- und Nachbereitungen notwendig sind. Sofern er dieses Semester nun auch so erfolgreich besteht, wird er im 7. und 8. Semester letzte Prüfungen schreiben und sich an die Bachelorarbeit setzen.

Unser kleiner Sven hat das Glück, noch mit gar keinen Prüfungen betraut zu sein. Er darf einfach nur Kind sein. Dieser “kleine Sveni” ist allerdings gar nicht mehr so ein kleiner Kerl. Sven ist groß geworden und wir merken an ihm die Veränderungen vom Kleinkind hin zu einem Kind. Im September wird er 5 Jahre alt werden und wird in die Vorschule kommen. Seit ein paar Tagen zeigt er auch ähnliche freche Züge, die auf den Wunsch nach Eigenbestimmung und Selbständigkeit hindeuten wie wir es schon von Simon in dem Alter kennen. Auch die Zeit mit ihm ist daher spannend und ereignisreich.

Urlaub auf dem Bauernhof

Nach den gut 2 Tagen in Bamberg machte sich Oliver mit Sven auf den Weg zu unserem Urlaubsziel, dem Bauernhof Leykauf, zwischen Bamberg und Bayreuth. Pascal und Lucia fuhren mit Freunden aus Poing zurück nach Hause.

In einer schönen Ferienwohnung packten sie ihre Koffer aus und fuhren mit einer alten Lokomotive. Gegen Abend kamen endlich Simon und Christina zu ihnen, die von Stefan bei strömendem Regen gebracht wurden.

Am Dienstag war das Wetter bereits etwas schöner und so erkundeten wir an dem Tag den Hof und die Umgebung, gingen Einkaufen und genossen die Ruhe.

Im Laufe der nächsten Tage fuhren wir zum Felsengarten Sanspareil, fuhren nach Bamberg und nach Streitberg inkl. einem Spaziergang durch die Sinderterrassen, zur Streitburg und zur Ruine Neideck.

Familientreffen Bamberg

Das mittlerweile schon fast traditionelle Familientreffen der Familie Schlecht mit all den dazu gehörenden Familien und deren Namen fand dieses Jahr am Pfingstwochenende in Bamberg statt.

Oliver mit Pascal, Lucia und Sven fuhren am Freitagnachmittag im Auto direkt vom Krankenhaus los, wo sie sich von Simon und Christina verabschiedeten. Die Fahrt war angesichts des Ferienbeginns als “normal” einzustufen. Glücklich kamen sie in der Jugendherberge in Bamberg an und verbrachten den Abend bereits in kleiner Runde.

Am Samstag standen 2 Stadtführungen auf dem Programm. Während Oliver und Sven mit einer Kinderführung durch die Stadt liefen, erhielten die Erwachsenen mehr Informationen über Bamberg in einer eigenen Führung.

Sonntags führte alle der Weg zu einem Klettergarten. Während die jüngere Generation kletterte, unterhielt sich der Rest bei einem Getränk.

Simon im Krankenhaus

Wie schon kurz erwähnt im vorherigen Artikel begab sich Simon am 20. Mai ins Krankenhaus zu einer vollständigen Entfernung seiner Mandeln. Die Historie ist lange. Wie einige wissen ist Simon mit 2 1/2 an der Krankheit PFAPA erkrankt. Wir versuchten weit ab von der Schulmedizin (Cortison wäre einzige Möglichkeit) in der Homöopathie Hilfe zu finden und wurden bei einem hervorragenden Arzt fündig. Simons Schübe setzten aus und mit 3 1/2 kamen sie für ein halbes Jahr noch einmal. Seitdem war Ruhe. Im Sommer 2018 hatten wir den Verdacht es wäre wieder gekommen, aber dann war wieder Ruhe bis Januar 2019. Nun mit knapp 10 trafen wir die Entscheidung die Mandeln entfernen zu lassen. In München und Umgebung ist das gar nicht mehr so leicht. War die Mandel-OP früher doch nahezu Standard bei jedem Kind, so muss man heutzutage einen Arzt finden, der die Kinder überhaupt noch operiert. Die einzigen, die dies noch machen sind die Ärzte des Schwabinger Krankenhauses. Dort sind wir also vorstellig gewesen. Wir mussten uns nicht erklären und dafür kämpfen, dass sie entfernt werden würden. Der Arzt kannte die Krankheit und der OP-Termin war kurz darauf vereinbart. Montag früh um 7 Uhr (Simon) nüchtern brachte uns (Christina & Simon) Opa Walter in die Klinik. Er blieb dankenswerter Weise bei uns. Opa hatte versprochen für Simon an dem Tag da zu sein. Und das war sehr schön!!

Es dauerte bis ca. 8:45 Uhr bis Simon auf sein Bett durfte und wir in den Aufwachraum fuhren. Dort warteten wir eine weitere Stunde bis Simon endlich in den OP geschoben wurde. Eine weitere Stunde warteten Opa und Christina bis der erlösende Anruf kam, dass Simon im Aufwachraum auf uns warten würde. Eine lange Zeit schlief er noch bis er wirklich die Augen öffnete. Erst gegen 13 Uhr kamen wir ins Zimmer, wo er sich erholte.

Christina blieb die gesamte Woche bei Simon im Krankenhaus. Simon hatte starke Schmerzen und wurde mit Medikamenten regelrecht zugepumpt. Leider mochte er das Eis nicht essen, so wie das meiste Essen dort, das er serviert bekam. Die letzte Nacht erlebte Simon alleine im Krankenhaus (von Freitag auf Samstag). Allerdings blieb Papa ganz lange am Abend bei ihm und wartete bis er endlich schlief. Sehr schön war der Kontakt mit den Zimmergenossen. Er war nie alleine im Zimmer, diese Abwechslung tat ihm sehr gut. Außerdem blieb durchaus auch Zeit mal gemeinsam das eine oder andere Spiel zu spielen.

Leider blieb es nicht bei diesem einen Krankenhausaufenthalt. Als er zu Hause war kam er recht schnell zu kräften und bereits 11 Tage nach der OP fuhr er mit dem Fahrrad rum, am Tag danach war er in der Schule. Eine knappe Woche mit teils sehr hohen Temperaturen verging, insgesamt waren es 2 1/2 Wochen nach der Operation und wir dachten nicht mehr wirklich daran, dass noch etwas passieren könnte. Gerade als Pascal abends auf die Kids aufpasste kam der Anruf “Simon blutet.” Wir fuhren heim und dann recht schnell weiter ins Krankenhaus. Die Ärzte sagten: “Gut, dass sie da sind. Es ist noch rechtzeitig, es kann durchaus lebensbedrohlich werden.” 2 Zugänge und viel … das behalte ich lieber für mich ... später und wir befanden uns auf der Wachstation neben 2 verunfallten Kindern. Der Oberarzt wurde gerufen. Es wurde geklärt, ob er aufgrund der nicht aufhörenden Blutung nochmals in den OP muss. Wir hatten Glück: Die Blutung hatte doch noch rechtzeitig aufgehört und wir (Christina & Simon) durften endlich schlafen.

2 Nächte blieb Simon im Krankenhaus, wobei Christina die 2. Nacht nach Hause fuhr. Es war Samstagmorgen gegen 9 Uhr als Christina wieder im Krankenhaus war, ca. 11 Uhr durften wir gemeinsam das Haus verlassen. Aber: die Ärzte wussten, dass mittlerweile Pfingstferien waren und wir eigentlich mit dem Rest der Familie in Bamberg sein wollten. Wir mussten alle diese Kröte schlucken, getrennt zu sein und auch noch ein paar Tage zu bleiben, denn wir hatten ein Transportverbot ausgesprochen bekommen.

Zusehens viel es allerdings Sven schwer, ohne uns auszukommen und so wagten Simon und Christina sich am Montagnachmittag auf den Weg per S-Bahn bis München, von dort per ICE bis Nürnberg, nochmals per Zug bis Erlangen (mit einer HNO Hauptabteilung, sehr wichtig!!) und das letzte Stück per Auto, gefahren von Stefan! Viiiiielen Dank!

Unser Urlaub selbst ist dann doch wieder eine andere Geschichte 😉

Ostern 2019

Ostern ist, wenn die Blumen blühen, die Sonne strahlt und die Familie zusammenkommt um entspannt die Ostergeschenke in den unzähligen Verstecken im Garten zu suchen.

Ostern dieses Jahr war besonders. Nicht nur, weil wir Ostern seit sehr langer Zeit wieder zusammen mit Christinas Bruder Stefan feiern durften, sondern weil das größte Geschenk an diesem Osterfest zwar sehr weit weg – dafür ganz einfach zu finden war.

Dieses Jahr sind wir am Ostersamstag zu Walter in die Reha gefahren um ihn zu besuchen und seinen Geburtstag nachzufeiern und Ostern ein wenig vorzufeiern. Dabei war es sehr schön zu sehen, dass es Walter ausgezeichnet geht.

Nach einem Ausflug auf die Burg Waldeck mit bester Sicht auf den Edersee gab es dann in Bad Wildungen noch eine kleine Ostereisuche.

Kleines Schmankerl war das Motel Zündstoff das wir am Edersee gefunden haben – auch ohne Bikes eine urige Sache!

Am Ostersonntag gab es dann die eigentliche großer Ostergeschenkeversteckerei für Sven und Simon.

Die Steaks (kein Lamm, kein Hase!) wurden dann passend zum Frühlingswetter auf dem Grill zubereitet mit tollen Salaten serviert.

In dem Sinne: Allen noch gesegnete Ostern!

Frohe Ostern!

Maus-Türöffnertag

Wie schon in den letzten Jahren haben wir uns auch dieses Jahr sehr auf den Maus-Türöffnertag gefreut. Eine einmalig-tolle Möglichkeit in Betrieben hinter die Kulissen schauen zu dürfen. Interessanterweise ist das Angebot rund um München immer etwas bescheiden – deswegen hat es uns dieses Mal nach Berchtesgaden zu den Hutschn-Machern gezogen. 

Die Hutschn-Macher sind eine kleine aber feine Manufaktur für hochwertige handwerklich gefertigte Schaukeln aus Eichenholz. 

Da das Wetter an dem Tag nicht zu einer Bergtour einlud, sind wir vor dem Besuch bei den Hutschn-Machern noch schnell ins Salzbergwerk eingefahren und haben die erstaunliche Unterwelt von Bad Reichenhall bewundert. Sehr spannend.

Noch viel spannender war es dann bei den Hutschn-Machern in die Werkstatt zu schauen und beim spleissen der Leine zuzuschauen. Es roch so gut nach Holz! 

Natürlich konnte man die Schaukeln auch ausgiebig testen!

Zum Abschluss ging es noch in das Nationalparkzentrum Haus der Berge! Wow! Was für ein tolles Fest zum Jubiläum! Und was für eine tolle Ausstellung. Definitiv ein guter Tipp für einen weiteren Besuch in Berchtesgaden – eine Ecke der deutschen Alpen die wir gar nicht so gut kennen. Noch. 

Resumee

Nach 2 Wochen Urlaub blicken wir auf eine erreignisreiche Zeit zurück.

Wir waren auf Burgen, in Höhlen, im Apuseni Park, in Städten, Kirchenburgen und Klöstern.

Wir haben die Menschen auf dem Land gesehen und Menschen in der Stadt erlebt.

Wir haben das rumänische Essen gekostet und bei einer sehr liebevollen Gastfamilie unsere 2. Ferienwoche genossen. Dort hatten wir auch die Gelegenheit, den einen oder anderen Rumänen näher kennen zu lernen und (im Hotel und außerhalb) deren Offenheit und Freundlichkeit zu erleben.
Am Ende hatten wir dann doch zu wenig Zeit, um in einem der Nationalparks mehr zu erleben. Einiges ist dem geschuldet, dass wir nur 2 Standorte für Übernachtungen gebucht hatten. Dazu hatten wir uns entschlossen, um es den Kindern leichter zu machen sich wohl zu fühlen. Dadurch mussten wir aber auch immer wieder lange Strecken zurück fahren. Diese lange Strecken hatten wir etwas unterschätzt. Die “paar” Kilometer bedeuten in Rumänien halt dann doch stundenlange Autofahrten.

Werden wir wieder kommen? Sehr gerne!

Dann haben wir auch noch Zeit für längere Wanderungen und Übernachtungen in Berghütten und die viele Kultur östlich und nördlich von Cluj und den Apuseni Park und auf dem Transfargarasan und südlich von Brasov und die Gegend um Eisenmarkt und und und….

Wer selbst sich Ideen für seinen Rumänien-Urlaub suchen möchte, der findet in unserer speziell für unseren Urlaub angelegte Liste ein paar Informationen:

Ziele in Rumänien

 

 

Allgemeines zu Rumänien

Allgemeines zu Rumänien

1. Straßen und Navigation
Do not trust Google Maps! Nor any other Navigation Systems!
Wir haben uns mehrmals auf das Navigationssystem unseres Seat verlassen. Trotz aktueller Karten wurden wir über Straßen geleitet, die den Begriff “Straße” nicht Wert sind. Feldwege, Waldwege, Wanderwege. Das alles kennt das Navigationssystem von Seat aber auch Google Maps (iOS) als “Straße”. Also in guter alter Väters Sitte: Selbst die Karte anschauen und lieber einen kleinen “Umweg” über eine Bundesstraße oder das nächste Dorf nehmen.

2. Menschen
Wir haben keinerlei schlechte Erfahrungen mit den Menschen in Siebenbürgen gemacht! Alle waren freundlich, zuvorkommen und hilfsbereit. Wer mit offenen Herzen auf Menschen zugeht bekommt hier geholfen. Unser Eindruck war, dass die “alte” Generation ehr kleiner, dunkelhäutig und verbraucht wirkt. Die neue Generation (so alt wie wir und jünger) ist groß gewachsen, hat oft eine hellere Hautfarbe. Davon unabhängig kann man eine Vermischung des Aussehens mit ehr dunklem Teint und dunklen Haaren mit ehr blonden und rothaarigen Menschen und/oder blauen Augen.

3. Einkaufen
Zu unserer Schande waren wir viel bei Kaufland, Lidl und Penny einkaufen. In die kleinen Magazine in den Dörfern haben wir uns (noch) nicht getraut. In den bekannten Einkaufspalästen geht es im Wesentlichen zu wie bei uns. In Klein-Talmesch haben wir sehr gerne das Gemüse vom Stand auf der Straße gekauft.

4. Bezahlen
Zu mehr als 80% haben wir bargeldlos bezahlt. Und zwar mit der Kreditkarte. Kontaktlos. Einfach mit der Karte an das Bezahlterminal gehalten, pieps, fertig. Selten kam die PIN-Abfrage der Kreditkarte. Nur in kleinen Läden (zB Bäcker) oder in dem einen oder anderen Museum haben wir noch auf RON zurückgegriffen. Ein kleiner Bargeldbestand ist also hilfreich.

5. Renovierungsbedürftigkeit
Eine Frage, die sich viele stellen (und auch wir): Wie gut entwickelt ist Rumänien? Wie gut viel ist zu renovieren? Ja, es ist sehr schön zu sehen wie viel bereits renoviert wurde. Bei vielen Gebäuden, Institutionen und Straßen sind die gezahlten öffentlichen Zuschüsse sichtbar, vieles auch mit EU-Geldern. V. a. Straßen und Vergnügungsaktivitäten (wie der Adrenalinpark, Salzbergwerk Turda) werden unterstützt und erhöhen den Lebenswert der Regionen, v. a. für die einheimische Bevölkerung.
Viele Gebäude sind allerdings immer noch in desolatem Zustand, auch bereits renovierte Straßen und z. B. der Duschbereich an den Salzseen geht schnell wieder kaputt.
Zudem kommt auch hier das Problem mit dem Müll. In Restaurants werden auch Plastikflaschen ausgegeben, dazu wird alles in Plastiktüten verpackt.

6. Umweltbewusstsein
Wir wünschen uns für Rumänien, das Land und seine Menschen ein besseres Bewusstsein über seine einmalige Natur und Denkmäler. Weniger Plastiktüten, mehr Mülleimer (die auch geleert werden) oder noch besser weniger Kunststoff-Taschen/-Flaschen/-Verpackungen/-… würden dem Land wirklich gut tun. Es ist erschreckend wie viel Müll schon jetzt in Feld, Wald und Natur rumliegt. Das geht besser.

Abschied nehmen

Nun war es soweit: wir mussten Abschied nehmen von unseren lieben Gastgebern. Mit unserer Wegverpflegung (ein riesiges Glas Pflaumenmarmelade, der “Dip” und eine Tüte Süßes für die Kids) machten wir uns voll gepackt auf den Rückweg Richtung Cluj – aber nicht ohne uns noch etwas auf dem Weg anzusehen. Schäßburg sollte unser letzter Halt werden. Oliver war bereits letztes Jahr für einen Kurzbesuch dort. Wir schlenderten ebenfalls über die auf dem Berg gelegene historische Altstadt mit ihrer renovierten evangelischen Kirche (wurde auch als bestes renovierte Kirche im Jahr 2006 (?) ausgezeichnet). Die Kirche inkl. der Gruft ist wirklich sehenswert. Dort sind auch mehrere alte Truhen aus Henndorf ausgestellt. Dies waren Aussteuertruhen, die nach der Hochzeit als Vorratsruhe mit getrockneten Lebensmitteln auf dem Kirchboden aufgehoben wurden, da die Kirche im Falle eines Angriffs den Schutzort darstellte. Es liegen wohl noch sehr viele renovierungsbedürftigen Truhen auf dem Kirchboden von Henndorf. Diese Auswahl in der Kirche alleine war beeindruckend.

Die historische Altstadt ist sehr liebevoll und vollständig restauriert und zieht daher viele internationale Besucher an. Wir wären gerne noch länger spazieren gegangen, aber die Zeit drängte und so fuhren wir zeitig los weiter Richtung Cluj. Zeitlich waren wir in einem guten Rahmen bis, ja bis wir dachten elegant über die neue Autobahn ein großes Stück um Turda herum fahren zu können. Leider konnten sich weder das Navigationssystem von Seat noch das von Navi von Google entscheiden wie man – einmal drauf – auch wieder so runter kommt, dass wir auch tatsächlich um Turda rum auf die Landstraße Richtung Cluj geraten. So kam es, dass wir uns binnen Sekunden auf der Autobahn Richtung Alba Iulia (also Richtung Süden statt Richtung Norden) befanden ohne Wendemöglichkeit bis Alba Iulia. Die Zeitangabe schnellte auf Ankunftszeit am Flughafen in Cluj auf 18 Uhr nach oben, das ist unser Startzeitpunkt des Flugzeuges. Ratlosigkeit und Schweissperlen waren sichtbar. Oliver gab einfach mal Gas (mit 80 Restkilometern im Tank) und ZUM GLÜCK gab es doch noch wenige Kilometer später eine Wendemöglichkeit! Der Stein, der uns allen vom Herzen fiel (nur Sven nicht, der schlief) war zu hören und zu spüren. Nun noch kurz tanken und ab zum Flughafen. In Summe büßten wir kaum 15 Minuten ein. Mit genügend Zeit kamen wir am Flughafen an – Ticket holen – Sicherheitskontrolle – Toilette gehen und dann etwas warten.

Alles verlief ab dann reibungslos und wir landeten sogar innerhalb des akademischen Viertels in München. Dank Frank genossen wir eine kurze und kurzweilige Rückfahrt.
Zu Hause angekommen inspizierten die Kinder ihre Fahrräder, die Pflanzen und ihre Spielsachen. Vor allem für Sven war es wichtig wieder ausgiebig spielen zu können.

Trotz anstrengendem Tag gingen sie reichlich zu spät ins Bett.
Oliver war mittlerweile in Oradea angekommen, hat den Ersatzreifen abgegeben und erholte sich in einem angenehmen Hotel. Die Heimfahrt für ihn am Mittwoch, 29. August verlief erst in Deutschland durch Staus. Sein erster Satz nach der Begrüßung zu Hause war “Lieber fahre ich 800 km durch Rumänien und Ungarn als 200 km durch Deutschland!”

Nun sind die 3 Koffer, 2 Rucksäcke und eine Sporttasche wieder vollständig verräumt. Die Waschmaschine erledigt den Rest für uns.